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Förderung für Handel in der Innenstadt in Emmerich ausgeweitet

Emmerich : Geschäfte in der City - Warum es langsam bergauf geht

Das Förderprogramm für den Handel in der Innenstadt ist erweitert worden auf die Nebenstraßen. Dazu gehört jetzt auch das „Terrasana“, eine Lösung für den Leerstand rückt näher. Auch der Alte Markt ist jetzt im Programm.

Die Nachricht klang gut. Ins ehemalige „Terrasana“ kommt eine Boutique, erzählten sich die Emmericher. Doch Manuela Sommer, die in Emmerich den Handel ankurbelt, erklärt, dass das nur ein Gerücht sei.

Denn das Ladenlokal, in dem in den vergangenen Jahren in kurzer Folge mehrere Gastronomen aufgeben mussten, verfügt aufgrund seiner Lage nicht über Laufkundschaft, sondern liegt eher als eine Art Nebenausgang des Einkaufscenters ungünstig. Dennoch gibt es auch für diese schwierige Vermarktung eine gute Nachricht, weiß Sommer.

 Manuela Sommer holt neue Geschäfte nach Emmerich
Manuela Sommer holt neue Geschäfte nach Emmerich Foto: Markus van Offern (mvo)

Sie ist angetreten, um frischen Wind in die Emmericher Innenstadt zu bringen. Die 59-Jährige wurde vom Beratungsbüro Schneider+Straten aus Düsseldorf in die Rheinstadt entsandt, um die Teilnahme am Landesprogramm „Stärkung Innenstädte“ zu einem Erfolg werden zu lassen. Mehr als 500.000 Euro stehen dem Team um Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG und Emmericher Erschließungsgesellschaft EGE in den kommenden zwei Jahren zur Verfügung.

Bislang waren durch das Programm nur die Steinstraße und die Kaßstraße abgedeckt, weil es sich hierbei um die Haupteinkaufsstraßen handelt.

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Doch nun sind die Fördermöglichkeiten auf die Nebenstraße erweitert worden. So zum Beispiel auf die Straße Hinter dem Schinken, an dem das „Terrrasana“ liegt. Oder auch der Alte Markt, an dem die Deutsche Bank nur noch bis Jahresende ihre Filiale unterhält. Hier droht eine großer Leerstand.

Mit der Ausweitung steigen die Chancen für neue Geschäfte in der Stadt.

Jungunternehmern bietet das Programm ein starkes Angebot, weil die Stadt Emmerich für sie zum Beispiel als Zwischenmieter eines Geschäfts auftreten kann. Dann nämlich müssten die Geschäftstreibenden für einen Zeitraum von zwei Jahren nur 20 Prozent der Altmiete aufbringen. Voraussetzung dafür ist, dass der Eigentümer auf 30 Prozent seiner zuletzt erzielten Miethöhe verzichtet. Dieses Programm schafft auf beiden Seiten Gewinner.

Wer eine gute Idee für ein Geschäft hat, dem wird aber auch noch mehr geholfen, wenn er das möchte. Von Hilfen bei der Ausgestaltung des Geschäftes bis hin zu Fragen rund um eine Selbstständigkeit gibt es Unterstützung. Manuela Sommer betreut die Interessenten, bis sie als Selbstständige auf eigenen Beinen stehen.

Neue Geschäfte gibt es aufgrund dieser Initiative bereits. Und Sommer kündigt weitere gute Nachrichten an. Ohnehin sei es bereits so, dass es immer weniger Leerstände in der City gebe. Doch manche werden auch bleiben, weil die Eigentümer der Häuser zwar oben vermieten (gerne auch an Leiharbeiter), aber kein Interesse an einem Geschäft im Erdgeschoss haben.

Zurück zum „Terrasana“: Wie berichtet, hat der Eigentümer des Centers bislang kein Interesse daran gezeigt, erneut an einen Gastronomen zu vermieten. Eine Boutique bietet sich hier auch nicht an, weil die Laufkundschaft fehlt. Die Hoffnungen ruhen nun also auf Manuela Sommer und Menschen, die eine Idee für ein Geschäft haben, das eben nicht auf Laufkundschaft angewiesen ist.

Bürgermeister Peter Hinze hatte daher die Idee ins Spiel gebracht, hier das zweite Jugendheim einzurichten. Die Stadt als Mieter hätte dem Vermieter vermutlich gefallen. Doch CDU und BGE wollen Geschäfte im Center und keinen Jugendtreff.

Im Gespräch ist deshalb auf Vorschlag der beiden Parteien nun das ehemalige Fitnessstudio neben dem Embricana. Stadtwerke-Chef Udo Jessner erklärte am Montag, man sei mit der Stadt im Gespräch. Das Gebäude sei mit seinen 1200 Quadratmetern aber zu groß für ein Jugendheim. Daher müsse man über die Nutzung im Detail reden.