Flüchtlinge zeigen Kunst im Rathaus Rees

Kultur : Flüchtlinge zeigen Kunst im Rathaus

Ausstellung „Global Arts“ wird am 8. September in Rees eröffnet.

(RP) Am Sonntag, 8. September, eröffnet Bürgermeister Christoph Gerwers mit der Ausstellung „Global Arts – Artgees“ ein interkulturelles Kunstprojekt von Mitarbeitern und Bewohnern der Flüchtlingseinrichtung in Rees. Beginn ist um 11.30 Uhr im Rathaus. Während der musikalische Rahmen von Marina Thiel, Gitarre und Gesang, gestaltet wird, übernimmt der stellvertretende Betreuungsleiter der ZUE, Heinz Müllers, die Einführung.

Seitdem die Malteser Werke 2015 die Flüchtlingseinrichtung in Rees eröffnet haben, gab es immer wieder verschiedenste Kunstprojekte von Mitarbeitern und Bewohnern. Seit 2017 gibt es eine feste Gruppe von drei Mitarbeitern, die sich vorrangig um künstlerische Projekte innerhalb der Einrichtung kümmern.

Unter dem Namen „Artgees“ versuchen Bernadette te Boekhorst-Bremen, Carlo Barresi und Behrouz Ramazan immer wieder den Bewohnern ein wenig Abwechslung in ihrem Alltag zu bieten. Der Kreativität der drei sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Für ihre Projekte akquirieren die Mitarbeiter dabei selbst Materialien und Spenden.

Auf diese Art konnte bereits eine kleine Ausstellung bei „Blumen Cornelissen“ durchgeführt sowie ein Stand beim Haffener Frühlingsmarkt bestückt werden.

Mit ihren Projekten wollen die „Artgees“ Grenzen überwinden. Sie sprechen Frauen und Männer, Anfänger und Fortgeschrittene aus aller Welt an und repräsentieren damit mittlerweile über 250 Bewohner der ZUE Standorte am Groiner Kirchweg in Rees und an der Depotstraße in Haldern.

Auch wenn hinter manchem Bild ein schweres Schicksal steht, so steht doch der Spaß im Vordergrund. Während der gemeinsamen Stunden im Atelier wird gelacht, erzählt, gemalt und modelliert. Dabei wird die Kreativität der Bewohner gefördert und die unterschiedlichen Kulturen kommen ins Gespräch. Das spiegelt sich auch in den Bildern wider.

Die Ausstellung kann bis zum 25. Oktober zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.

Mehr von RP ONLINE