1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Finanzen: 2018 war für Rees ein gutes Jahr

Ausschuss : Finanzen: 2018 war für Rees ein gutes Jahr

Kämmerer Andreas Mai präsentierte Bilanz. Überschuss von drei Millionen Euro erwirtschaftet.

Ein positives Ergebnis wie schon seit langem nicht mehr konnte Kämmerer Andreas Mai dem Reeser Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung präsentieren: „Wir haben den Haushalt 2018 mit einem Überschuss von drei Millionen Euro abgeschlossen. Das ist die beste Jahresabschlussprüfung in den letzten elf Jahren“, verkündete er und erläuterte auch gleich den Grund: „Die gute Entwicklung der Wirtschaft hat uns in die Hände gespielt.“

So hätten allein die Steuereinnahmen in siebenstelliger Höhe über den ursprünglich geschätzten Einnahmen für das vergangene Jahr gelegen – und auch die Gewerbesteuern seien reichlich geflossen. Die betrugen 2018 sechs Millionen Euro. „Das ist für Rees immens“, so Mai. Mehr Geld nahm die Stadt aber beispielsweise auch bei den Konzessions-Abgaben von Westnetz (Plus 16 Prozent), bei der Umsatzsteuer (Plus 16 Prozent) und auch bei der Vergnügungssteuer (Plus 29 Prozent) ein.

Positiv ausgewirkt hätte sich auch die Entscheidung, Landeseinrichtung für Flüchtlinge zu werden. Weitere Flüchtlinge als die, die in den beiden Unterbringungseinrichtungen in Rees und Haldern lebten, seien der Stadt nicht zugewiesen worden. Dadurch hätte sich hier der Ansatz von einer Million Euro auch auf 500.000 Euro halbiert. Aber auch für die SGB-Grundsicherung seien weniger Transferleistungen gezahlt worden (Minus 33 Prozent).

  • Langenfeld : Steuereinnahmen brechen Rekorde
  • Meerbusch : Haushalt: Kämmerer rechnet mit 700.000 Euro Überschuss
  • Der Haushalt für Kevelaer fällt positiv
    Haushalt in Kevelaer : 390.000 Euro Überschuss für 2017

„Dank dieser positiven Entwicklung sind wir in der Lage, unsere Ausgleichsrücklage wieder so aufzustocken, wie sie im Jahr 2008 war“, freute sich der Kämmerer.

Er konnte dem Ausschuss auch schon Zahlen für das erste Quartal 2019 präsentieren. Der Ausblick aufs laufende Jahr fällt – momentan noch jedenfalls – nicht ganz so positiv wie für das vergangene aus. Laut Mai ließen sich bereits erste Anzeichen einer leichten Trendwende erkennen, weil sich die Wirtschaft ganz langsam wieder abkühle. Das könne man auch gut an den Entwicklungen in Rees ablesen. „Bei den Gewerbesteuereinnahmen liegen wir beispielsweise derzeit 20 Prozent unter unserem Ansatz. Das könnte ruhig noch ein bisschen besser sein“, sagte Mai, der für dieses Jahr Gewerbesteuereinnahmen von 6,4 Millionen Euro eingeplant hatte. Rees sei allerdings auch für den Fall einer Wirtschaftskrise gut gerüstet: „Wir sind jetzt wieder gut aufgestellt“, sagte Mai.