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Emmerich: Feyen warnt vor Nein

Emmerich : Feyen warnt vor Nein

Heribert Feyen wirbt für eine Umwandlung der Liebfrauenschule. Begründung: In Zukunft könnten vielleicht evangelische Kinder abgewiesen werden müssen.

In einem Brief an die Eltern der Grundschulkinder hat Feyen jetzt noch einmal für eine Umwandlung der Bekentniss-Grundschule in eine Gemeinschafts-Grundschule geworben.

Der Hintergrund: Die Eltern von 60 Kindern haben eine solche Änderung beantragt. Im Januar können die Eltern der 279 Kinder nunmehr darüber abstimmen, ob die Schule keine katholische Bekenntnisschule mehr sein soll.

Feyen hat sich von Anfang an dafür ausgesprochen. Mehr noch: Er hat die Idee angestoßen.

In seinem Brief listet Feyen noch einmal die drei Gründe auf, die für ihn entscheidend sind.

Als Schulleiter will er für die Personalplanung erreichen, dass die Schule offen für alle Lehramtskandidaten ist und nicht eingeschränkt wird, weil nicht-katholische Lehrer nicht angestellt werden dürfen.

Für Feyen ändert sich durch den Wegfall "Bekenntnisschule" nichts an der Ausrichtung an christlichen Grundwerten. Zudem gebe es derzeit 50 evangelische Kinder an der Schule. Auch diese Kinder könnten dann Religionsunterricht bekommen. Ebenso sei eine Befreiung vom Religionsunterricht für Kinder eines anderen oder keines Bekenntnisses möglich.

"Unsere Schule kann das durchaus kompensieren und damit Nöte Andersgläubiger auffangen", schreibt Feyen.

Dritter Grund: "Ich möchte als Schulleiter keine Kinder bei der Anmeldung ablehnen müssen, weil sie nicht katholisch sind, wohl aber in der Nähe unserer Schule wohnen", so Feyen.

Der Hintergrund: Die Liebfrauenschule ist bei Eltern stark nachgefragt. Die Politik überlegt eine Beschränkung der Schülerzahl an Liebfrauen, um andere Grundschulen zu sichern. Die Folge wäre dann, dass der Platz für nicht-katholische Kinder knapp werden könnte.

(RP/rl)