Emmerich: Feuerwehr rettet Förster-Hund aus Hang

Emmerich: Feuerwehr rettet Förster-Hund aus Hang

Nach einem massiven Erdrusch in Kleve, ist am Freitag ein Hund in die Grube gestürzt und musste von der Feuerwehr aufwendig geborgen werden.

Am Donnerstag hat es an der Regenwasserkaskade in Kleve einen massiven Erdrutsch gegeben. 400 Kubikmeter Erde haben sich dabei gelöst und einen Wanderweg mit Kies und Sand überschüttet. Verletzte gab es dabei nicht. Und nach Angaben der Feuerwehr, die den betroffenen Bereich noch am Abend abgesperrt hat, besteht auch keine Gefahr für Mensch (drei Bewohner des nahegelegenen Einfamilienhauses) und Tier.

Mit Seil und Steckleiter wurde Hund Paul von einem Feuerwehrmann gerettet. Foto: Gottfried Evers

Gestern wurde WDR-Reporterin Jessica Westen Zeugin einer dramatischen Tierrettung: "Wir standen gerade schräg gegenüber und wollten eigentlich Aufnahmen für den Erdrutsch-Beitrag machen, als wir sahen, wie ein Hund die Treppe herunterlief und ins Erdloch stürzte." Dabei handelte es sich um Paul, den elf Jahre alten Weimaraner von Försterin Ingrid Dohmen. "Auch sie begab sich den Hang herunter, kam allerdings nicht nah genug an ihren Hund heran, also habe ich die 112 gewählt", berichtet Westen.

Die aufwendige Rettungsaktion, an der fast 20 Feuerwehrmänner beteiligt waren, dauerte fast zwei Stunden. Mit Sicherheitsseilen und einer Steckleiter kletterte ein Feuerwehrmann in die Grube, nahm den Hund auf den Arm und kletterte wieder hinaus.

Stadtsprecher Boltersdorf bittet nun alle Bürger "um erhöhte Vorsicht", weil weitere Abgänge nicht ausgeschlossen werden können. Auslöser des Erdrutsches war wohl ein abgerissenes Kanalrohr, das das Erdreich unterspülte. Die Folge, so Boltersdorf: "Der Hang war so gesättigt, dass fast die komplette Böschung links der Kaskade in den Kermisdahl gerutscht ist."

Damit nicht noch mehr Wasser den Hang herunterläuft, hat die Stadt das Rohr mittlerweile geschlossen.

(RP)