Rees : Feuerwache kann erweitert werden

Der Reeser Bauausschuss stimmt für die Anbaupläne desFeuerwehrgerätehauses am Melatenweg. Grünes Licht gab’s auch für das Neubaugebiet „Kampschultenhof“ in Haldern, über das nächste Woche der Rat endgültig entscheidet.

Es war eine lange Liste, die der Ausschuss für Umwelt, Planung, Bau und Vergabe in der ersten Sitzung nach der Sommerpause abarbeiten musste. Darauf standen mehrere geplante Bauprojekte. Grünes Licht gab der Ausschuss für das Neubaugebiet „Kampschultenhof“ in Haldern, das 26 neue Baugrundstücke für Einzel- und Doppelhäuser umfassen soll. Der Rat wird darüber in seiner Sitzung am 13. September entscheiden. Da in Haldern kaum noch Bauland für den freien Markt zur Verfügung steht, haben die Stadt Rees und die Grundstückseigentümer eine Vertragsgrundlage im Hinblick auf das kommunale Baulandmanagement abgeschlossen.

Das Neubaugebiet hat eine Größe von fast 15.000 Quadratmetern und wird begrenzt durch die Straßen Motenhof im Osten, Schultkampstraße im Nordwesten und Halderner Straße im Südwesten.

Die Erschließung soll über den Motenhof sowie die Schultkampstraße und einen noch zu errichtenden Verbindungsweg zwischen diesen beiden Straßen erfolgen.

Klaus Syberg (CDU) begrüßte das städtische Bemühen um neues Bauland in Haldern, trug aber dem Ausschuss die Sorge der Anwohner vor, dass die Straße Motenhof verkehrstechnisch überlastet werde. Der Spezialverkehr der Grundschule sowie der Besucherstrom zur Kirche der Zeugen Jehovas führe schon jetzt zu hohem Verkehrsaufkommen und wildem Parken. Deshalb bat Syberg darum, im Neubaugebiet für ausreichend Autostellplätze zu sorgen.

Grünen-Ratsmitglied Helmut Wesser sah auch an der Empeler Straße die Gefahr wachsender Verkehrsprobleme durch ein Bauprojekt. Dort soll auf einem Grundstück, auf dem bislang drei Einzelhäuser stehen, ein 34 Meter breites und 14 Meter tiefes zweigeschossiges Mehrfamilienhaus mit zwölf bis 15 Wohnungen entstehen. Nach aktueller Planung können maximal zwölf Stellplatze auf dem Grundstück geschaffen werden, die fehlenden Stellplätze müssten „abgelöst“, also auf Kosten des Bauherrn an anderer Stelle im Stadtgebiet gebaut werden. „Der Neubau kann die ohnehin angespannte Parkplatzsituation an der Empeler Straße noch weiter verschlimmern“, gab Helmut Wesser zu bedenken. Bauamtsleiterin Elke Strede sprach sich für den Neubau und die Ablöse weniger Stellplätze aus, da der Bedarf an Mietwohnungen in Rees weiter steige.

Der Ausschuss folgte diesem Vorschlag mit 14 Ja-Stimmen. Vier Mitglieder stimmten dagegen, ein Mitglied enthielt sich.

Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Rat die vereinfachte Änderung des B-Planes R3, damit die Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr am Melatenweg 19 saniert und die bestehende Fahrzeughalle in Richtung Norden erweitert werden kann. Dieser sechs Meter breite Anbau soll für die Abstellung des Gerätelogistikfahrzeugs gebaut werden. Damit die Fahrzeughalle und die Feuerwache weiterhin von Kraftfahrzeugen umfahren werden kann, wird das Flurstück – im Einvernehmen mit den Nachbarn – um drei Meter Richtung Norden erweitert. Für die sichere Umfahrung soll eine Einbahnstraßenregelung eingeführt werden.

Weitere Bauprojekte, die Bauamtsleiterin Elke Strede vorstellte, waren unter anderem die Umgestaltung der denkmalgeschützten ehemaligen Schule in Grietherbusch zum Wohnhaus für zwei Familien und ein moderner Tankstellen-Neubau an der Weseler Landstraße (L7, früher B8) in Haldern. Die bestehende Tankstelle soll abgerissen werden.

(Michael Scholten)