Feuerwehr aus Rees-Bienen feiert Sommerfest

BIENEN : Löschzug zeigt, was er kann

Beim Sommerfest der Feuerwehr in Bienen kamen Information und Unterhaltung nicht zu kurz.

An einer Baustelle wurde der Gullideckel geöffnet, ein Kind durchquert die Absperrung und fällt beim Spielen hinein. Wie die Feuerwehr bei einem solchen Vorfall vorgeht, zeigte der Löschzug Bienen live auf ihrem Sommerfest. Der neue Zugführer Klaus-Peter Brüggemann gab Anweisungen per Mikrofon und seine Kameraden retteten in voller Montur und unter großem Applaus die Puppe aus dem Gulli.

Das und vieles mehr erwartete die Besucher, die am Samstag am modernen Feuerwehrhaus in Bienen das Sommerfest besuchten. Wie auch schon die Jahre zuvor, hatte sich der Löschzug viel Mühe gegeben, um ein schönes Familienfest zu organisieren. So konnten sich die Kinder auf der Hüpfburg, im aufgeschütteten Sand oder an der Löschwand ausprobieren, während die Erwachsenen ihr Glück bei der Verlosung versuchen konnten.

„Wir möchten zeigen, was wir können und laden jedes Jahr die Dorfbevölkerung ein, hinter die Kulissen zu schauen“, erklärt Brüggemann den Hintergrund des Festes. „Früher haben wir immer ein Fest gegen Ende des Jahres gemacht und ein Theaterstück gezeigt. Irgendwann brauchten wir etwas Neues und kamen auf die Idee mit dem Sommerfest. So können auch die Kinder mitkommen und es ist ein großes Familienfest.“

Und das kam bei den Bienenern gut an und so war das Gelände rund um die Feuerwehr mit vielen Gästen gefüllt. „Auch die Ehrenmitglieder sind immer mit dabei und bringen sich mit ein. Die Frauen versorgen uns mit leckeren Salaten.“

Besonders freute sich der Zugführer über den Besuch von Abordnungen anderer Löschzüge aus dem Stadtgebiet und aus Vrasselt. „Uns verbindet eine kameradschaftliche Beziehung zu Vrasselt. Vor 40 bis 50 Jahren haben wir mit dem Löschzug Vrasselt zusammengearbeitet und sind seitdem verbunden“, freut sich der Zugführer. Brüggemann war drei Jahre Stellvertreter von Paul Schmitz gewesen, bevor er vor gut sechs Monaten den Posten des Zugführers übernahm.

In seiner ersten Amtszeit gab es bereits einige Einsätze. Dafür hatte die große Hitze der letzten Wochen gesorgt. „Es sind einige Brände durch die Hitze entstanden und auch bei einigen Verkehrsunfällen mussten wir technische Hilfe leisten. Wir fahren auch mit dem Löschzug Millingen zusammen raus, dadurch erhöht sich die Zahl der Einsätze. In meiner neuen Rolle gebe ich jetzt die Befehle, das hat bis jetzt gut geklappt“, erklärte der 54-Jährige und stellte das am Sommerfest mit seinen Ansagen bei der Vorführung direkt unter Beweis.

(Julia Latzel)
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