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Rees: Festival: Stadt und Macher wollen Wogen glätten

Rees : Festival: Stadt und Macher wollen Wogen glätten

Stadt und Festivalteam sind daran interessiert, die Wogen rund um das Haldern Open Air zu glätten. Beide Seiten hatten bereits betont, dass man weiterhin eng zusammenarbeiten werde.

Wie berichtet, war Auslöser der Irritation die Streichung des Zuschusses von 2500 Euro für das Festival gewesen, über die die Stadt das Haldern Pop-Team nicht informiert hatte.

"Wir können das grundsätzlich verstehen. Wenn es der Stadt finanziell schlecht geht, ist das nachzuvollziehen", sagte Stefan Reichmann vom Festivalteam gestern. "Aber uns geht es bei der Sache um die Art und Weise der Kommunikation, die sollte verbessert werden." Er weist darauf hin, dass er der Stadt nicht, wie in der RP geschrieben, mehrfach angeboten habe, die Finanzdaten des Festivals zu erläutern.

"Es gab das Gesprächsangebot von mir, dadurch ist jetzt der Termin mit dem Bürgermeister entstanden", sagt Reichmann. Bei diesem Treffen werde es darum gehen, die Wogen zu glätten und Klarheit in die ganze Angelegenheit hereinzubringen. "Wir wissen genau, dass auch die Stadt viel für uns tut, das haben wir nie in Frage gestellt."

Das Festivalteam wies auch darauf hin, dass die Haldern Pop Unternehmergesellschaft (UG) nicht Träger des Festivals ist. Die Haldern Pop UG ist vielmehr die Gesellschaft für die Haldern Pop Bar. Das Festival selbst wird von der Raum 3 Konzertveranstaltungs GmbH veranstaltet. Das ist wieder eine "klassische" GmbH, bei der die Mindesteinlage 25 000 Euro betragen muss. Die Haldern Pop UG für die Bar ist dagegen eine so genannte Mini-GmbH, bei der theoretisch eine Einlage von einem Euro reicht.

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Johannes Beenen (SPD) vom Kulturausschuss erläuterte gestern, dass er Verständnis für die Entscheidung hat, den Zuschuss zu streichen. Das Geld könne in Zeiten knapper Kassen besser für die Förderung von Kindertheater oder Ausstellungen verwendet werden. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass man das nicht mit dem Zuschuss für Kabarett-Veranstalter Bruno Schmitz vergleichen könne, der etwa die gleiche Summe erhält.

"Nur mit Bruno Schmitz ist die Stadt in der Lage, ein so attraktives Kabarettprogramm zu bieten. Ohne ihn würden wir so bekannte Künstler nicht bekommen." Davon profitiere die ganze Stadt, weil Zuschauer von außen kämen.

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(RP/rl)