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Emmerich: Evergreens perfekt in Szene gesetzt

Emmerich : Evergreens perfekt in Szene gesetzt

Bei der "Nacht der Musicals" begeisterte die Broadway Dance Company das Publikum mit einem Feuerwerk an Eleganz und Können. Die einfallsreiche Lichttechnik tat ein Übriges.

Auch in diesem Jahr ließen es sich die Musicalfans nicht nehmen, der "Nacht der Musicals" im Stadttheater einen Besuch abzustatten. Die Auswahl der Stücke hat sich in den vergangenen Jahren wenig geändert. Die Evergreens blieben erhalten und wurden auch diesmal mit einer solchen Perfektion in Szene gesetzt, dass das Publikum begeistert war.

Melanie Walter, Elvira Kalev Cattaneo, Alexander Diepold, Martin Werth und Harvey James hießen die Ausnahmedarsteller und Sänger. Die acht Damen und Herren der Broadway Dance Company versprühten ein Feuerwerk an Eleganz und Können. Gemeinsam mit der einfallsreichen Lichttechnik brachten sie den Fans das Geschehen auf der Bühne sehr realistisch näher. Zum Erfolg trug auch die Einbeziehung der Zuschauer bei, die sich schnell angesprochen fühlten. Die großen Lautsprecher-Batterien sorgten allerdings für einige Hörprobleme. Doch aus Erfahrung weiß man, dass das volle Klangvolumen für die Wiedergabe erst bei einer gewissen Lautstärke zur Entfaltung kommt.

Mit einem Medley aus "The Miserables", der Geschichte um einen ehemaligen Strafgefangenen, startete die "ASA Event" den zweieinhalbstündigen Abend. Lichteffekte, die von Scheinwerferkombinationen auf mehreren Ebenen mit bunten Farben die Dunkelheit erleuchteten und - nicht zu vergessen - die Eleganz der getanzten Szenen verzauberte sofort das begeisterte Publikum. Hier waren Meister am Werk.

"Rock me Amadeus", der erfolgreiche Hit Falcos aus den den neunziger Jahren, verfehlte auch in Emmerich nicht seine Wirkung. Die Fans sangen und klatschten mit. Neben solchen rockigen Klängen fehlten natürlich auch nicht die sanften Töne wie "Memory" aus "Cats" oder "Don't cry for me Argentina" aus "Evita", mit Schmelz und ausgezeichneter Stimme gesungen. Bei der Feststellung, dass man noch niemals in New York war, hielt es die Zuhörer nicht mehr auf den Sitzen, denn die mit großem Schwung vorgetragenen Melodien Udo Jürgens mussten selbst die ruhigsten Gäste aktivieren.

Zum Mitmachen hatte auch das Publikum bald Gelegenheit, denn Martin Werth, der in entsprechendes Outfit gekleidete Transvestit (Sweet Transvestite), ließ sich von Klaus und Thomas aus dem Publikum in die ersten Reihen "tragen" und beschäftigte sie mit der Frage: "Wie gefällt euch mein Outfit?" Es gefiel natürlich - oder auch nicht!

Die Besucher hatten jedenfalls viel Spaß. Und noch auf dem Nachhauseweg sprachen viele Zuschauer von einem geradezu perfekten Musicalabend.

(RP)