Europa-Runde mit Schülern der Gesamschule Emmerich und Lokalpolitikern

Europawahl : Europa-Runde mit Schülern und Lokalpolitikern

Vier Vertreter der lokalen Politik waren zur Diskussionsrunde „Wir sind Europa“ in die Gesamtschule gekommen.

(snak) Vier Lokalpolitiker standen Schülern der Emmericher Gesamtschule am Donnerstag bei einer Fragerunde Rede und Antwort. Die politisch interessierten Jugendlichen waren gut vorbereitet, es wurde gefragt und nachgehakt. Die Verantwortlichen der Schule hatten unter dem Motto „Wir sind Europa“ die Fragerunde mit anschließenden Schülerworkshops zu aktuellen europapolitischen und lokalen Themen organisiert. Ziel war es, die demokratische Beteiligung und Mitsprache der Jugendlichen weiter zu fördern.

„Ich bedanke mich ganz ganz herzlich, dass Sie so kurzfristig Zeit gefunden haben. Das zeigt der Jugend, wie wichtig das Thema ist, aber auch wie wichtig die jungen Menschen in Emmerich auch für sie sind“, bedankte sich die Schulleiterin Christiane Feldmann bei den Teilnehmern der Gesprächsrunde. „Schauen sie sich unsere Schüler an, eine bunte Mischung, die Gesamtschule spricht für Vielfalt. Sie braucht die Vielfalt und das werden sie heute ganz nah erleben.“

Vier Lokalpolitiker und Peter Hinze waren anwesend. Rektorin Christiane Feldmann (l.) freute sich über ihr Kommen. Foto: Konrad Flintrop

Auch Bürgermeister Peter Hinze, der aus terminlichen Gründen nicht an der Diskussionsrunde teilnehmen konnte, ließ es sich nicht nehmen, zu Beginn der Veranstaltung ein paar Worte an die künftige Generation zu richten: „Ich finde es toll, dass es dieses Thema gibt und Ihr Euch so zusammengefunden habt.“ Durch die Gesprächsrunde führten die beiden Schülervertreter Berna Arslan und Jonas Gabriel. Über die Parteigrenzen hinweg bestand der Wunsch nach politischem Engagement der Jugend. „Es ist gut, wenn wir frische Gedanken bekommen, aber auch eine jüngere Sicht auf die Dinge“, fand Reintjes. Gut informiert zeigten sich die Jugendlichen nicht nur bei europäischen Themen. „Wie stehen Sie zu Artikel 13?“, sah ein Schüler nicht nur eine drohende Zensur beim Uploadfilter als problematisch.

Große Flächen würden zum Nachteil der Umwelt versiegelt, Gewerbesteuereinnahmen seien verhältnismäßig überschaubar, Jobs entstünden bei den Firmen nur wenige und wenn dann meist nur im Niedriglohnsektor. Auch wenn die Vertreter der Politik nicht für jedes Problem eine Lösung bieten konnten, war der Gedankenaustausch am Ende für beide Seiten ein Gewinn.

„Eine Sache, die man gerne wiederholen kann, wenn man sieht, wie viele Fragen hier noch offen sind“, stellte SV-Lehrer Frederik Lach fest, als der Gong zur großen Pause das Ende der Fragerunde einläutete.

Mit nicht weniger Engagement, dafür jedoch ohne Politiker, arbeiteten die Fünft- bis Neuntklässler im Anschluss in ihren Workshops. Darin beschäftigten sie sich unter anderem mit der Gründung einer Partei oder der Initiative „Fridays for future“.

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