Rees: Es herrscht Betroffenheit

Rees: Es herrscht Betroffenheit

Nach dem Verzicht eines Geistlichen auf seine Pfarrstelle wegen "unangemessenen Verhaltens" haben sich jetzt Verantwortliche der Gemeinden getroffen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Eine Sache war allen Beteiligten wichtig. "Wir sollten nicht über das Wie und Warum spekulieren, sondern nach vorne schauen", sagt Theo Kersting, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes von St. Georg Haldern. Die Verantwortlichen der Gemeinden Haldern und Millingen hatten sich am Donnerstagabend mit Pastor Michael Wolf getroffen, um über die Zukunft der beiden Pfarreien zu sprechen. Wie berichtet, ist die Pfarrstelle vakant, weil der Geistliche "sich einem Kind gegenüber unangemessen verhalten hat", so die Mitteilung des Bistums Münster. Der Pfarrer will jetzt eine Therapie beginnen. Die Seelsorge in den beiden Gemeinden werde weiter gewährleistet sein, hatte bereits Bischof Felix Genn in einem Brief an die Pfarreien mitgeteilt.

Das betonte Pfarrer Wolf auch noch einmal. Die Gottesdienste am Wochenende werden in Haldern und Millingen wie gewohnt beibehalten. Auch Kommunion und Firmung werden wie geplant gefeiert.

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Zur Unterstützung wird am Montag der indische Geistliche Pastor Manuel nach Rees kommen. "Wir werden in Ruhe gemeinsam abklären, wer welche Bereiche und Gottesdienste übernimmt", sagt Pastor Wolf. Das Seelsorgeteam mit Pastören, Diakonen und Pastoralreferenten werde alle Gemeinden betreuen. "Die Pfarreien sollen aber weiter ihre Eigenständigkeit behalten."

Das ist auch Theo Kersting wichtig. "Denn wir haben in Haldern ein sehr lebendiges Gemeindeleben, das wollen wir erhalten." Die aktuelle Entwicklung habe zu großer Betroffenheit in der Gemeinde geführt. "Der Pastor hat bei uns in den letzten Jahren viel bewegt und viel auf den Weg gebracht." Ähnlich sieht es Heinz Thron, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes von St. Quirinus Millingen. "Es gab ein gutes und harmonische Verhältnis zum Pastor, da gab es nie Probleme", sagt er. Auch die Zusammenarbeit mit den kirchlichen Gremien habe bestens funktioniert. Geplant ist daher, auch ein kurzes Wort des Dankes im Pfarrbrief abzudrucken

(RP)