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Emmerich: Erzieherinnen kehren nicht zurück

Emmerich : Erzieherinnen kehren nicht zurück

Die Gruppenleiterin und eine Aushilfskraft des katholischen Kindergartens Praest müssen die Einrichtung verlassen. "Nach der Freistellung von der Arbeitsverpflichtung vom 30. 11. 2012 wird es nicht zu einer Weiterbeschäftigung kommen", teilte Pfarrer Karsten Weidisch gestern schriftlich mit.

Um die personellen Lücken zu füllen, wechselt eine Erzieherin aus dem Kindergarten St. Antonius Vrasselt zum 1. Januar nach Praest. Zudem werden die Wochenarbeitszeiten der übrigen Kolleginnen aufgestockt. Im Erzieherteam in Vrasselt wird dafür eine neue Mitarbeiterin eingestellt, eine andere weitet ebenfalls ihre Arbeitszeit aus.

Die vergangenen Wochen seien für die Eltern und Einrichtungen "bewegt und bewegend" gewesen, schrieb Weidisch weiter zu den Ereignissen: "Wichtig ist es mir, Verträge mit (neuen) Mitarbeiterinnen schnellstmöglich auf den Weg gebracht zu haben, damit in beiden Einrichtungen die Kinderbetreuung adäquat gewährleistet ist."

Weiteres könne er derzeit zu dem Fall nicht sagen, vor allem nicht "momentan während des laufenden Verfahrens". Die Vorwürfe gegen die beiden 55 und 41 Jahre alten Mitarbeiterinnen: In einem Fall soll eine Erzieherin ein Kind in den Nacken gefasst und mitgezerrt haben. In einem anderen Fall soll ein Kind, das eingenässt hatte, nicht versorgt worden sein. Außerdem beklagten die Eltern, dass die schlechte Atmosphäre unter den Mitarbeiterinnen das Klima in dem Kindergarten vergifte. Später kamen weitere Berichte von mutmaßlichen Verfehlungen der beiden Frauen hinzu.

(szf)