Emmerich: Erster Schritt für mehr Grün

Emmerich: Erster Schritt für mehr Grün

Der Verein "Stadtbild" wird die ersten 2000 bis 3000 Euro für mehr Grün in der Innenstadt spendieren. Das kündigte der Vorsitzende Johannes Diks an. Weitere Schritte sollen in den nächsten Jahren folgen.

Für Hilde Husung war es ein "kleiner Trost" im Kampf um mehr Blumen und Grün in der Innenstadt (die RP berichtete mehrfach). Gemeinsam mit ihrem Mann Helmut verfolgte sie gestern die Ausschuss-Sitzung im Rathaus. Und musste dabei mitanhören, dass die 8000 Euro für Blumenampeln und Geranienstauden einfach im Haushalt nicht drin sind. Über den entsprechenden Antrag der Grünen wurde nämlich erst gar nicht abgestimmt.

Trotzdem gingen die Husungs einigermaßen zufrieden nach Hause. Denn Bürgermeister Johannes Diks hatte sich einen Kompromiss ausgedacht, der den Kampf des Paares für mehr Grün in der Innenstadt entgegenkam.

Diks schlug nämlich als Vorsitzender vom Verein "Stadtbild", der sich bisher vor allem um die Beleuchtung der Innenstadt verdient gemacht hat, vor, 2000 bis 3000 Euro aus dem Vereinssäckel als eine Art Anschubfinanzierung zu spendieren.

Ein erster kleiner Schritt, dem in den nächsten Jahren weitere folgen könnten, wie Diks andeutete. Denn der Bürgermeister, der bewusst als Vereinsvorsitzender redete, hat erkannt, dass die Plätze der Innenstadt mehr Grün vertragen können. Den Alter Markt nannte er als Beispiel. Um die Pflegekosten niedrig zu halten, sprach er auch von Patenschaften – wie in der Mittwochsausgabe der RP im Kommentar "Händler können sich beweisen" angeregt.

Diks wurde zwar nicht so konkret, die Geschäftsinhaber auf der Steinstraße oder am Alter Markt direkt zu nennen. "Die Paten sollten aber aus dem Umfeld kommen, wo neues Grün platziert werden soll", so Diks weiter, der mit Sicherheit auch den Nonnenplatz gemeint hat. Wo es bekanntlich kaum Einzelhandel gibt. Im Gegensatz zum Geistmarkt.

Diks gab zu, fast schon ein wenig neidisch beim Blick nach Elten, Hüthum oder in die "Südstaaten" zu sein. "Dort sind hunderte Bürger Mitglied in den Verschönerungsvereinen. Das ergeben sich ganz andere finanzielle Möglichkeiten." Dort blüht es monatelang fast überall. Der Verein "Stadtbild" zählt gerade einmal 100 Mitglieder

Hilde Husung kündigte anschließend an, sich mit ihrem Mann in dem Verein einbringen zu wollen.

(RP)