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Erinnerungen an die jüdische Geschichte in Rees

Rundgang : Erinnerungen an jüdische Geschichte

Bei einem Rundgang ging es unter anderem über den zweiten jüdischen Friedhof von Rees.

(ms) Der Kreis Borken rief vor drei Jahren ein Netzwerk ehemaliger jüdischer Gemeinden ins Leben. Da Isselburg und Anholt einst zum früheren Kreis Rees und somit zur Reeser Synagogengemeinde gehörten, ist auch die heutige Stadt Rees Mitglied in diesem deutsch-niederländischen Netzwerk.

Auf Einladung des Geschichtsforschers Bernd Schäfer besuchten nun Mechthild Schöneberg, Leiterin des Netzwerkes, und weitere Gäste Rees. Bürgermeister Christoph Gerwers erinnerte an die Geschichte der Stadt Rees, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zu mehr als 90 Prozent zerstört wurde. Gerwers ging auf das Schicksal der jüdischen Bürger ein, die nach der Pogromnacht 1938 fliehen mussten oder deportiert wurden. Schäfer führte die Besucher über den zweiten jüdischen Friedhof von Rees, der 1872 an der Weseler Straße angelegt wurde, und durch das Bosman-Museum mit seinem Raum der jüdischen Traditionen.

RP-Foto: Michael Scholten