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Rees: Empels Grenzstein aufgestellt, Wappen eingeweiht

Rees : Empels Grenzstein aufgestellt, Wappen eingeweiht

Unerwartet viele Gäste waren dabei, als das wiederentdeckte Zeichen von Empel der Öffentlichkeit übergeben wurde.

Das Organisationsteam um Josef Meyboom aus Empel staunte nicht schlecht. Hatten sich doch an dem Kreuzungsbereich Reeser Straße /An der Landwehr weit über 80 Dorfbewohner und Gäste eingefunden um bei der Übergabe der Fahne mit dem Empeler Wappen und der wiederentdeckten Stele dabei zu sein.

Das Wappen zeigt auf blauem Grund einen silbernen Balken, darüber einen goldenen Vogel (Impel/Empel). Es war das Wappen der Grafen von Gronsfeld, Diepenbrock und Impel aus der ur-adeligen westfälischen Familie von Diepenbrock, die ihren Stammsitz in Borken hatten.

Der Stein, der früher als Grenzstein genutzt wurde - weitere Bezeichnungen lauteten Markstein oder Bannstein - zeigte die Grenze zwischen den Ortschaften Empel und Hueth auf. Auf der einen Seite stand Diepenbrock, SRO IP, Barones in Empel. Gemeint ist wohl die Baronesse Charlotte von Diepenbrock-Impel. Auf der anderen Seite des Steines steht Friedrich Wilhelm Baron Wittenhorst. Sogar ein Nachkomme war Samstag unter den Gästen: Freiherr Friedrich von Wittenhorst-Sonsfeld, der auf dem Schloss Hueth bei Bienen mit seiner Familie lebt.

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Unter den Gästen war auch die stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Rees, Mariehilde Henning. Sie wolle eigentlich nur als Gast dabei sein, sagte sie. Doch sie begrüßte die Initiative und fand es bemerkenswert, dass die historische Stele wieder zum Vorschein gekommen war und jetzt wieder aufgestellt wurde. "Empel kann stolz sein, das alte Wappen und den Stein wieder gefunden zu haben."

Josef Meyboom bedankte sich vor einem kleinen Umtrunk bei allen, die mit ihrem Einsatz dafür gesorgt haben, dass Fahne und Stele am Wochenende wieder zu Ehren kommen konnten: der Firma Thiele für die Aufbereitung des Steines, der Firma IMS für das Sponsoring des Fahnenmastes, Elli Kemkes für die künstlerische Gestaltung des Wappens und den Brüdern Franz-Josef und Dr. Bernhard Streuff für die Unterstützung bei der Recherche.

(hjr)