Emmerichs Partnergemeinde Alindao leidet unter Rebellen

Kirche : Alindao leidet unter den Rebellen

Bischof berichtete über die Zustände in der Partnergemeinde von St. Christophorus.

(RP) Ganz spontan hat Bischof Nestor aus der Diözese Alindao in der Zentralafrikanischen Republik am vergangenen Samstag noch die Zeit gefunden, einen kurzen Besuch in Emmerich zu machen. Im Kreis von 15 Zuhörern berichtete er über die Zustände im Land, in der Diözese und der Stadt Alindao.

Die Sicherheitslage in der Zentralafrikanischen Republik hat sich seit dem Beginn der Rebellenkämpfe 2012 nur in der Hauptstadt verbessert. Dort gibt es inzwischen wieder eine funktionierende Rechtsstaatlichkeit und es ist dort möglich, einen weitestgehend normalen Alltag zu leben. Je weiter man jedoch ins Hinterland reist, desto größer wird die Gefahr von Rebellen angegriffen und ausgeraubt oder gar getötet zu werden.

Die Region, in der die Diözese Alindao liegt, hat sehr viele Bodenschätze wie Diamanten, Öl und Gold. Aus diesem Grund halten sich hier besonders viele Rebellen auf, um selbst diese Rohstoffe zu gewinnen oder gezielte Überfälle durchzuführen. In der Stadt Alindao leben weiterhin etwa 17.000 Menschen in einem Flüchtlingslager rund um die Kirche und Missionsstation. Die Menschen trauen sich nicht zurück in ihre umliegenden Dörfer, zumal diese Orte allesamt geplündert und niedergebrannt sind. Das Leben im Camp verläuft friedlich und die Menschen versuchen gemeinsam, den Tagen etwas Struktur zu geben. Das Feiern der Heiligen Messe gehört sicherlich dazu. Verschiedene Hilfsorganisationen wie UNHCR, Caritas und Ärzte ohne Grenzen sichern das Überleben der Geflüchteten durch Hilfslieferungen, Brunnen und medizinische Versorgung.

Zu Beginn des neuen Schuljahres im Herbst möchte Bischof Nesto die Schule in Alindao wieder in Betrieb nehmen. Das Gebäude ist vorhanden, doch fehlt es an Möbeln und Material und geeigneten Lehrkräften. Eine Lehrkraft kostet ein Monatsgehalt von rund 55 Euro. Durch die Patenschaft der Pfarrgemeinde St. Christophorus Emmerich mit der Diözese Alindao konnten aus Spendengeldern direkt die Übernahme der Kosten für 20 Lehrkräfte für ein Schuljahr zugesagt werden.

Bischof Nestor wurde gefragt, worher die Menschen in diesen Zeiten die Hoffnung schöpfen und die Kraft nehmen, jeden Morgen wieder aufzustehen und weiterzumachen. Es sei das Vertrauen auf Gott, dass er irgendwann den Frieden nach Alindao bringen werde und sich dann alles zum Guten wenden werde.

Wer die Menschen in Alindao unterstützen möchte, kann an folgendes Konto spenden: Kirchengemeinde St. Christophorus IBAN: DE23 3245 0000 0000 1185 70 BIC: WELADED1KLE

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