Emmerich: Emmericher Kunstpreis vergeben

Emmerich : Emmericher Kunstpreis vergeben

Da gab es so einiges, was dem Bürgermeister gefiel. Wie die Hände aus Bronze - eine als Faust, die andere mit einem "Okay"-Daumen. "So etwas finde ich gut", sagte Peter Hinze, als er sich am Freitag auf der Kunstmesse "art´pu:l" umschaute.

Von Freitag bis Sonntag war im PAN-Kunstforum jede Menge Kunst aus verschiedenen Bereichen zu sehen. Mit dieser Veranstaltung will die Kunstfirma "a2b", ein Zusammenschluss von fünf Künstlern aus dem Bereich der bildenden Kunst, für ihre Kollegen eine Präsentationsplattform bieten. So stellten 44 Künstler aus Deutschland und den Niederlanden ihre Werke aus.

"Wir sind glücklich, dass die "art´pu:l" bereits zum zweiten Mal bei uns stattfindet", freute sich Christiane van Haaren, Kuratorin des PAN kunstforums, die zahlreiche Gäste und die verschiedenen Künstler zur Ausstellungseröffnung begrüßte. "Im Zentrum stehen die Arbeiten der Künstler und die Kommunikation untereinander und mit den Besuchern." Auch Bürgermeister Peter Hinze begrüßte die Besucher im "Kunstschmuckstückchen PAN". "Früher wurden hier künstlerisch Pralinen und Schokolade hergestellt, die bis heute einen guten Ruf haben. Die Ma-Mi-Nu gibt es noch immer zu kaufen." Viel Lob habe es schon beim letzten Mal für die tollen Räumlichkeiten gegeben. "Vielleicht findet diese Kunstmesse ja auch noch ein drittes Mal statt", so Hinze, der auch in diesem Jahr einen mit 500 Euro dotierten Kunstpreis, gestiftet von der Stadt Emmerich, übergab. Dieser ging an den 31-jährigen Künstler Moritz Albert.

Jo Pellenz von "a2b" erläuterte die Auswahl der Jury. "Wir leben in einer Zeit, in der es sehr einfach ist, sich mit einem Selfie jederzeit abzubilden", sagte er. Doch sei das nur die Inflation des Portraits.

Mit diesem alten Genre der Kunst beschäftigt sich Moritz Albert. "Er setzt das Portrait mutig in einen gedachten, assoziierten oder geträumten Kontext mit vergessenen, düsteren Hintergründen", so Pellenz.

Hinter den Bronzefiguren von Bernd Müller stecken Geschichten. "So steht die Elefantenherde mit den Jungtieren für den Aufruf ins Leben", erklärte er. Frauenfiguren haben es Gabriele Stehlau angetan. "Die meisten haben einen Makel, aber alle wirken selbstsicher", so die Künstlerin. Tim Wandschneiders "Bleistiftzeichnungen auf Papier" sehen aus wie Fotografien. Philipp Schwingeler "mischt" in seiner hölzernen Graffitikunst die Kunst mit dem Handwerk, und die Vorjahrespreisträgerin Anne Thoss aus Kleve fertigt Bilderkisten, die sie mit Malerei und Harzguss "füllt".

(moha)