Emmericher Gymnasium verabschiedet Schulleiterin Inge Hieret-McKay

Willibrord-Gymnasium verabschiedet Schulleiterin: Inge Hieret-McKay verlässt ihren „Garten des Wissens“

Es seien zehn spannende und ereignisreiche Jahre gewesen – die Zeit mit Inge Hieret-McKay. Unter anderem habe sie den Kollegen die Richtung gewiesen, auch schon mal den Marsch geblasen, die Hand gereicht und sie hin und wieder auch bemuttert, hieß es bei der Verabschiedung der Schulleiterin des Willibrord-Gymnasiums.

„Wir waren am Anfang überrascht, wir erlebten eine Frau vom Ruhrgebiet, die das Kollegium mit frischem Wind eroberte, die Unmögliches möglich machen wollte – je unerreichbarer, umso reizvoller“, beschrieb Lehrerkollege Jörg Brinkmann die Schulleiterin, die am Freitag im Rahmen einer Feier im PZ des Gymnasiums in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Bürgermeister Peter Hinze hatte sie 2008 als Vorsitzender des Schulausschusses kennengelernt. „Sie haben die Schule immer hervorragend vertreten, sich immer zum Wohl der Schule eingesetzt. Sie haben wie eine Löwin für Ihre Schule gekämpft“, lobte Hinze, der sich besonders an die Diskussionen erinnerte, als im Jahr 2015 Flüchtlinge in der Turnhalle untergebracht wurden. „Sie haben gesagt: Das spielt alles keine Rolle, die Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf.“

In der Schulleiterqualifizierung hatte McKay die Position mit dem Gestalten eines Gartens verglichen, erzählte Anke Domrose, leitende Regierungsschuldirektorin. Man bekomme Muskelkater, die Ausstattung sei nicht immer optimal, man werde müde von der Arbeit, aber könne sich dann über den Erfolg freuen, wenn der Garten blühe und seine Vielfalt zeige. Trotz „Windes aus Düsseldorf“ – mit G8, G9, Inklusion – habe sie das „Biotop Willibrord“ mit Herz, Biss und Leidenschaft weiterentwickelt.

Die Elternpflegschaftsvorsitzende Martina van Laak schätzte McKay als kompetente Schulleiterin. „Sie haben Samen des Wissens, der Gemeinschaft und Freudschaft gepflanzt, die ein Leben lang wachsen werden.“ Schülersprecher Leon Tiemer schenkte ihr einen Korb voller Erinnerungen mit Fotos, Blumenzwiebeln und Hochprozentigem – „ein Überbleibsel der Benefizgala-Verlosung 2018“.

Sie sei reichlich beschenkt worden – auch während ihrer Schulzeit – nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten, bedankte sich die scheidende Schulleiterin bei allen Wegbegleitern. Ihr Wunsch für die Zukunft sei ein noch kinderfreundlicheres Bildungssystem und, dass die Politik den Schulen bei der Umsetzung eigener Ideen mehr zutraue. „An der Bildung unserer Kinder und Enkelkinder hängt ihr Glück, aber auch unsere Zukunft.“