Emmerich und der Plan für Elten

Elten : Tourist-Info für Hochelten

Der Masterplan steht. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass bis Ende 2019 alle Maßnahmen erledigt sind. Wichtig wird für Hochelten das Hotel. Auch Wohnmobilisten spielen eine Rolle.

Bereits vor fünf Jahren machten sich die Eltener Gedanken, wie sie ihren Ort attraktiver gestalten können und erstellten ein Leitbild. Nach Planungswerkstatt und Strukturkonzept im Rahmen eines Bürgerforums wurde Ende 2014 ein Masterplan beschlossen für den „Willkommensort Hoch-Elten“. „Die Umsetzung begann Anfang 2016 mit dem Freischneiden der Sichtachsen“, sagte Stefan Wachs am Donnerstag bei der Bürgerinformationsveranstaltung zur weiteren Umsetzung des Masterplans, die im Hotel Wanders stattfand. Rund 40 interessierte Bürger waren der Einladung gefolgt. Der Masterplan werde finanziert im Rahmen des grenzüberschreitenden INTERREG-Projektes Naturpark Eltenberg-Bergherbos, erklärte Wachs. Beteiligt seien neben der Stadt Emmerich die Gemeinde Montferland, „Stichting Natuurmonumenten“ und „Stichting Huis Bergh“. Gemeinsame Projekte sind unter anderem ein Erlebnispfad und ein gemeinsames Routensystem mit übersichtlichen Karten.

Jens Bartel vom Fachbereich 5 – Stadtentwicklung -, der für die Umsetzung des Masterplans zuständig ist, Dirk Vennemann und Eckhard Frodermann vom Planungsbüro stellten die Entwürfe vor. „Fünf Einstiegsorte sind geplant, die mit Sichtbetonelementen und Bankauflagen alle ähnlich gestaltet werden“, erklärte der Landschaftsplaner Dirk Vennemann. Diese entstehen am Barfusspfad, an der Graf-Wichmann-Allee, am Wildpfad, an der Wanderweg-Kreuzung auf dem Eltenberg und am Mühlenpfad, wo außerdem am Baumscheibenweg eine Wildblumenmischung ausgesät wird. Von einem Rundweg um die St. Vitus-Kirche gehen kleine Stichwege ab, die zu Aussichtspunkten – einer mit Blickrichtung Emmerich, einer mit Blick auf den Klever Berg - führen. Der Rundweg orientiert sich an dem vorhandenen Pfad, er soll stufenlos und ebenerdig werden, wird aufgrund der topografischen Verhältnisse zwar nicht barrierefrei, aber barrierearm sein.

Zwischen dem Wohnmobil-Stellplatz und dem Parkplatz entsteht ein zentraler Willkommensort mit einer neu gebauten Tourist-Information. Busse werden über die Lindenallee direkt zur Haltestelle an der Tourist-Information geleitet, wo die Gäste aussteigen können. Durch das neue Gebäude würden Parkplätze wegfallen, meinte ein Zuhörer. Schon jetzt sei die Parksituation sehr eng. „Wo sollen denn die ganzen Autos hin?“, fragte er. Bartel erklärte, man werde an den Einstiegsorten zusätzliche Parkplätze schaffen. „Wir schauen uns die Parksituation noch einmal an und überlegen, wo gegebenenfalls weitere Parkplätze hinkommen können“, ergänzte Wachs. Eine Beschilderung wird anzeigen, wo geparkt werden kann.

Von den 51 vorhandenen Bäumen müssten 20 gefällt werden, wovon sechs der hiesigen Baumschutzordnung unterliegen. „Dafür werden 17 Bäume neu gepflanzt“, sagte Vennemann. Der Wohnmobilplatz wird aufgewertet durch eine Ver- und Entsorgungsstation mit Müllcontainern und Kanalanschluss. Für die Nutzung soll ein Ticket gezogen werden. „Angedacht sind  acht Euro für 24 Stunden.“

Hochbauarchitekt Eckhard Frodermann stellte die Pläne für die Tourist-Information vor. Das Gebäude wird etwa 14 Meter lang und zwischen 4,80 und acht Meter breit sein. Es bekommt ein Foliendach mit Vordach und eine Glasfassade, ansonsten wird mit einem weißen Klinker gebaut. Das Gebäude öffnet sich zur St. Vitus-Kirche hin. Auf der 140 Quadratmeter großen Nutzfläche sind ein Büro, ein Lager, ein Empfang und eine Sitzecke geplant, dazu WC-Anlagen, auch behindertengerecht. Vor dem Gebäude werden Sitzplätze und Fahrradständer errichtet, dahinter eine Ladestation für E-Bikes.

Jens Bartel sprach auch das Waldhotel als Bestandteil des Masterplans an. „Die Stadt hat dem Eigentümer alle Baugenehmigungen erteilt.“ Bemängelt wurde von einem Anwohner eine 40 Meter lange und drei Meter hohe Wand, die hier entstehen soll. Diese sei nur temporär, bis auf dem Nachbargrundstück etwas Neues gebaut würde, betonte Bartel, der die Anwohner zu einem Gespräch über die Details einlud „Wir sind froh, dass am ehemaligen Kurhaus endlich etwas passiert. Das wird ein Schmuckstück für den Eltenberg“, sagte der Anwohner. Auf die Nachfrage, wie lange die Umsetzung der Masterplan-Entwürfe dauern würde, sagte Bartel: „Geplant ist, dass alles bis zum Sommer 2019 fertig ist.“

(moha)