Emmerich: Sozialwohnungen an Nierenberger Straße

Emmerich : Investor will Sozialwohnungen an der Nierenberger Straße bauen

Investor Florian Heuvelmann plant weitere 44 Wohnungen mit einer Größe von 55 bis 111 Quadratmetern.

Kran und Bauzaun zeigen es: An der Ecke Grollscher Werg/Van-Gülpen-Straße tut sich was. Die CDU-Fraktion traf sich hier zum Ortstermin mit Florian Heuvelmann. Der Emmericher Investor lässt hier zurzeit Sozialwohnungen nach neuesten Standards entstehen.

Albert Jansen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Emmerich, nutzte zudem die Gelegenheit, den Grund für einen Antrag zu erläutern, der am Dienstag in der Ratssitzung behandelt werden soll. Dabei geht es um eine Bebauungsplanänderung an der Nierenberger Straße, was den Bau weiterer Sozialwohnungen ermöglichen solle.

Zunächst aber nahm Botho Brouwer, der die Christdemokraten im Ausschuss für Stadtentwicklung (ASE) vertritt, Stellung zu den Vorwürfen von Joachim Sigmund (BGE), dass das Grundstück am Grollscher Weg verkauft worden sei, ohne dass eine politische Diskussion stattgefunden habe. „Es ist so, dass es von privat an privat verkauft wurde und hier auch öffentlich geförderter Wohnungsbau betrieben wird. Man sollte sich an die Fakten halten und nicht Vorwürfe ausposaunen, die jeder Grundlage entbehren“, so Brouwer.

Genauere Angaben zum Projekt konnte dann der Bauherr machen. Florian Heuvelmann hatte das Grundstück im Sommer vergangenen Jahres erworben, seit März wird nun dort gebaut. Zukünftig sollen in Erd-, Ober- und Dachgeschoss insgesamt 18 sozial geförderte Wohnungen entstehen. Wenn alles nach Plan läuft, könnten dort im August nächsten Jahres die ersten Mieter in eine der 55 bis 78 Quadratmeter großen Wohnungen einziehen. Schon jetzt sei laut Heuvelmann alles vermietet: „Das war das allerkleinste Problem.“ Zudem bestätigte er, dass es sich dabei weniger um Neubürger handele, als um Leute, die innerhalb der Stadt umzögen. Nach Ansicht von Albert Jansen ist das Vermieten der alten Wohnungen kein Problem: „Entweder werden die alten Wohnungen renoviert oder zu einem günstigeren Mietpreis angeboten. Das regelt der Markt – kein Eigentümer will Leerstand.“

Knapp 200 weitere Sozialwohnungen seien derzeit noch in Planung. So auch an der ehemaligen Kaserne oder an anderer Stelle, zum Beispiel durch die Emmericher Baugenossenschaft. „Wir sind der Überzeugung, dass die Stadt nicht aktiv werden oder selbst als Bauherr auftreten muss. Das sollten wir privaten Investoren überlassen, die können das besser“, äußerte sich Brouwer. Der Bedarf in Emmerich könne ebenfalls durch die Investoren gedeckt werden, hieß es von Seiten der CDU-Fraktion weiter.

Auch Heuvelmann will weiter in den sozialen Wohnungsmarkt in Emmerich investieren und plant daher ein weiteres Projekt an der Nierenberger Straße. Für das Grundstück, auf dem sich noch ein Einfamilienhaus befindet, hatte er bereits zwei Bauvoranfragen gestellt, die allerdings abgelehnt wurden. „Wenn wir dort einen Bebauungsplan aufstellen würden, dann würde Herr Heuvelmann dort seinen Wünschen entsprechend bauen können“, sagt die CDU und hat den Antrag nun im Rat gestellt. Noch mehr sozialen Wohnraum zu ermöglichen sei die Intention dahinter gewesen.

Heuvelmann plant dort weitere 44 Wohnungen mit einer Größe von 55 bis 111 Quadratmetern, dazu eine Tiefgarage und Grünfläche. Alle Wohnungen sollen behindertengerecht gebaut und nur an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden.

(sn)
Mehr von RP ONLINE