Emmerich: Rentner getötet - Täter weiter auf der Flucht

Polizei bittet um Hinweise: Rentner in Emmerich getötet - Täter weiter auf der Flucht

Drei Tage nach der brutalen Tötung eines 77-Jährigen in Emmerich suchen die Ermittler weiter nach dem Täter. Die Ermittler bitten dringend um weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

"Es sind Hinweise eingegangen, allerdings sehr spärlich", sagte eine Polizeisprecherin am Montagmorgen. Unklar ist demnach auch noch, ob es sich um eine Einzeltat handelte oder mehrere Täter beteiligt waren.

Der vermögende Rentner war am Freitag vom Adoptivsohn in seinem Einfamilienhaus tot aufgefunden worden. Der Mann starb nach Polizeiangaben an Stichverletzungen und "der erheblichen Einwirkung stumpfer Gewalt". Das Motiv war möglicherweise Habgier. Der oder die Täter hätten nach der Gewalttat mehrere tausend Euro gestohlen.

Die Polizei fand Stichwunden an seinem Körper, im Gesicht- und Kopfbereich erlitt er Brüche. An den Misshandlungen sei der 77-Jährige gestorben, wie die Obduktion ergeben habe. Im gesamten Haus finden sich Blutspuren und Zeichen von Kampfgeschehen.

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Den Ermittlungen zufolge hatte der Rentner im Internet Kontakt zu Homosexuellen gesucht. "Es gab konkrete Anhaltspunkte, dass er Kontakte zu Personen aus dem homosexuellen Milieu suchte", sagte Hauptermittler Gerd Hoppmann. Unter anderem habe er Kontakt über die sozialen Medien aufgenommen. Täter und Opfer könnten sich auf diesem Weg kennengelernt haben, ist eine Theorie der Polizei. Vieles deute darauf hin, dass der Mann den oder die Täter kannte und arglos ins Haus ließ, hieß es. Nach der Tat wurden die Wasserhähne im Haus aufgedreht. Mehrere Stunden sei das Wasser gelaufen und habe die Etagen zentimeterhoch überflutet.

Die Mordkommission Krefeld hat eine 24-köpfige Ermittlergruppe gebildet. Das Opfer galt als vermögend, hat früher als regionaler Leiter einer Handelskette gearbeitet. Er war 43 Jahren lang verheiratet, seine Frau starb vor etwa vier Jahren.

(lsa)