Emmerich: Pater Zakarias mit Beifall verabschiedet

Abschieds-Gottesdienst : Pater Zakarias mit Beifall verabschiedet

Mehr als vier Jahre war Pater Zakarias als Seelsorger in Emmerich tätig. Am Sonntag hielt er seinen letzen Gottesdienst in der St. Aldegundiskirche.

Den ersten Satz, den er über Emmerich gelernt habe, war: „Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, in Emmerich ist es umgekehrt“, erzählte Pater Zakarias, als er sich am Sonntag mit einem Gottesdienst in der St. Aldegundiskirche von der Gemeinde verabschiedete. Wie viele ihn vermissen werden, zeigte das vollbesetzte Mittelschiff in der Pfarrkirche.

 „Wenn ich auf die vier Jahre, drei Monate und zwei Wochen zurückblicke, dann kann ich mir kein anderes Wort vorstellen als Liebe“, sagte der beliebte Pater, der dafür mitten in der Predigt viel Beifall bekam, und mit der Gemeinde zusammen das Heimatlied „Schönes Emmerich“ sang. Er verlas eine lange Liste an Personen, Vereinen und Gruppen, die Wegbegleiter waren, ihm beistanden, unterstützten, mit Rat und Tat zur Seite standen. Er dankte Pastor Bernd de Baey und Matthias Latteck, mit denen er vor über vier Jahren gemeinsam begann. „Ihr habt mich so angenommen, wie ich bin.“ Ebenso den „Hunderten von ehrenamtlichen Helfern“. Beim Schützenfest in Vrasselt habe er die Bedeutung des Spruches „Es trinkt der Mensch…“ dann auch verstanden.

Natürlich habe es zu Beginn auch einige Steine gegeben. „Es gab Streit, es war keine gute Luft in der Gemeinde. Aber jetzt kann ich sagen, die Kirche hier ist nicht mehr krank, es gibt eine gesunde Entwicklung. Versöhnung ist gut für alle Menschen.“ Im Namen der Kirchenvorstände gab Gregor Walter dem scheidenden Pater einige Worte mit auf dem Weg. Er sei einer vom neuen „Dreigestirn“ gewesen, das vor vier Jahren in einer schwierigen Situation gekommen sei. „Du hast vielen von uns die Augen geöffnet für unser Leben, aber auch für das Leben in der Welt wie in Deinem Heimatland Indonesien. Wir danken Dir dafür. Immer bleibt ein Teil von Dir hier bei uns in der Gemeinde.“ Lutz Hantermann vom Rat der Seelsorgeeinheit sagte: „Wo Du warst, hast Du den Raum gefüllt mit Deiner lebensbejahenden Art und Deinem fröhlichen Wesen.“

Pastor Bernd de Baey dankte für eine große Freundschaft und Verbundenheit. „Du hast Dich für viele Menschen eingesetzt, sie getröstet und viel Not gelindert“, lobte de Baey und lud alle Gemeindemitglieder zu Suppe und Getränken ins Aldegundisheim ein.

Mit viel Applaus verabschiedeten die Kirchenbesucher Pater Zakarias. Er sei doch nicht aus der Welt, gerne empfange er Besuch, sagte er. Senden bei Münster sei nur eine Stunde entfernt. „Meine Telefonnummer steht im Pfarrbrief. In all meinen Gebeten werde ich an Euch denken“, ergänzte Pater Zakarias.

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