Emmerich: Löschzug Vrasselt empfängt LF20 KatS für Katastrophenschutz

Feuerwehr erhält neues Löschfahrzeug : Ein Koloss für den Katastrophenschutz

Als eine der ersten Wehren erhielt der Löschzug Vrasselt das spezielle Feuerwehrfahrzeug, das auch im Gelände und Wasser einsatzfähig ist.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr gibt es einen Neuzugang. Der Löschzug Vrasselt nahm am Dienstagabend das neue Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF20 KatS) in Empfang. Zur symbolischen Schlüsselübergabe und Einsegnung des Fahrzeugs am Vrasselter Feuerwehrgerätehaus durfte Löschzugführer Gregor Amting, neben Vertretern der lokalen Politik, auch den Kreisbrandmeister Reiner Gilles begrüßen.

Zudem sind auch Stadtbrandinspektor Martin Bettray, Kräfte der Emmericher Wache, die Jugendfeuerwehr sowie Vertreter der Wache aus Rees, der Polizei und des THW gekommen. „Die große Gruppe, die hier versammelt ist, zeigt, dass das Thema Feuerwehr in Emmerich ein sehr  heißes ist“, sagte Bürgermeister Peter Hinze. „Wir als Stadt stehen immer hinter der Feuerwehr.“

Als eine der ersten Wehren erhielten die Vrasselter nun den LF20 KatS vom Land NRW. „Bei unserem Fahrzeug handelt es sich um ein reinrassiges Spitzenpferd. Die Ausstattung ist auf höchstem Niveau“, sagte Wehrleiter Bettray. Angeschafft wurde das Fahrzeug insbesondere für den Einsatz innerhalb des Katastrophenschutzes im Kreis Kleve, es kann aber auch im alltäglichen Einsatzdienst genutzt werden. Er ersetzt seinen Vorgänger, damals bereitgestellt vom Bund, der zukünftig bei einer anderen Wache im Kreis Kleve zum Einsatz kommen wird.

„Dass wir so ein Fahrzeug hier haben, ist eine ganz wichtige Sache. Gerade in Bezug auf die Betuwe und das HFS-System, das damit vervollständigt wird“, sagte Kreisbrandmeister Gilles mit Blick auf das Sicherheitskonzept entlang der Bahnstrecke. Der rund 14 Tonnen schwere Koloss wird vermutlich beim Konzept rund um die Betuwe eine wichtige Rolle spielen, ist mit seinem Allrad-Antrieb geländegängig. Zusätzliche Schläuche sichern die Wasserversorgung auch bei wenig Wasser über eine längere Entfernung. Somit ist das LF 20 die perfekte Ergänzung zum Abrollbehälter des HFS-Systems in Emmerich. Es durchfährt auch Wassertiefen von bis zu 90 Zentimeter mühelos und ist damit auch zum Einsatz im Hochwassergebiet geeignet.

Erfreut ist man bei den Einsatzkräften auch über das Equipment. Alles entspricht den neuesten Standards, vieles ist in doppelter oder dreifacher Ausführung vorhanden, was jederzeit einen schnellen Zugriff ermöglicht. Zusätzliche Löschrucksäcke, die ABC-Ausrüstung, hitzegeschützte LED-Strahler und ein leistungsstarker Generator, der das autarke Arbeiten ermöglicht, sind nur einige Details, die künftig noch bessere Bedingungen im Katastrophenschutz gewährleisten sollen.

(snak)