Emmerich: Die Mieter für den Neumarkt

Jetzt geht’s schnell am Neumarkt : CDU für das Edeka-Paket mit Rossmann und Action

Investor Schoofs überlasst den Emmerichern die Wahl der Mieter. Ein Brüggemeier-Markt, die Drogerie Rossmann und das Kleinkaufhaus Action sind die Favoriten. Rewe wird es wohl nicht werden.

Wenn der Neumarkt im Mai 2020 von Investor Josef Schoofs  fertig gebaut worden ist, könnte dort ein Edeka-Markt der Familie Brüggemeier stehen. Ebenso eine Filiale der Drogerie-Kette Rossmann. Und das Kleinkaufhaus „Action“ wird vermutlich auch auf dem Neumarkt vertreten sein.

Diese Perspektive zeigte am Dienstag die Emmericher CDU in einem Pressegespräch auf. Der Grund: Neumarkt-Investor Josef Schoofs war am Montag mit zwei „Paketen“ im Rathaus, zwischen denen sich die Politik entscheiden kann.

Variante 1 wäre eine Ansiedlung von Rewe auf dem Neumarkt gewesen und im Zuge eines Standorttausches im Rheincenter ein „Expert“-Elektronikfachhandel.

Variante 2 wäre ein Edeka-Markt mit Untermietern: Dafür kämen Rossmann, Action, Woolworth und eine Filiale von „Futterhaus“ in Betracht.

Die Verwaltung wird beide Vorschläge an die Politik geben. Die CDU hat sich am Montag bereits einstimmig auf ihre Favoriten geeinigt.  Die CDU möchte einen Edeka-Markt, der eine Größe von etwa 1400 Quadratmetern hätte und dazu  Rossmann (700 Quadratmeter) und Action (550 Quadratmeter).

Von der Rewe-Variante hält die CDU nicht viel. „20 Prozent der Edeka-Kunden in Kleve kommen aus Emmerich“, so CDU-Fraktionschef Matthias Reintjes. „Wir haben gespürt, dass die Emmericher diesen Vollsortimentler wollen.“  Botho Brouwer ergänzte: „Wir wollen zudem den Familienbetrieb Abbing und Bolk schützen, der durch einen Expert-Markt gefährdet wäre. Deshalb sind wir auch froh, dass Medi-Max kein Interesse mehr am Neumarkt hat.“

Nach Auskunft der CDU gibt es auch in den anderen Parteien im Emmericher Rat einen Trend hin zu Edeka.

Die Familie Brüggemeier würde ein komplettes Sortiment anbieten, was eine Bäckerei und eine Fleischtheke einbezieht. Details wird die Politik in den kommenden Tagen erfahren. Vertreter von Edeka und Brüggemeier kommen am Montag zur CDU.

Mit dem Zuschlag für den Neumarkt wäre in einigen Jahren auch die Ansiedlung an einem hochinteressanten Standort verbunden: der alten Kaserne. Wenn dort die Wohnbebauung und der Gesundheitspark stehen, wäre ein neues Quartier entstanden, in dem Nahversorgung ihren Platz hat. Dann könnte ein deutlich größerer Edeka-Markt mit weiteren Läden drumherum entstehen, wie dies beispielsweise in Kleve der Fall ist. Brouwer beim Pressegespräch: „Es gilt die Zusage: Wer bereit ist, das schlechtere Geschäft am Neumarkt zu machen, der soll auch das gute Geschäft an der Kaserne machen dürfen.“

Die CDU betonte, dass Schoofs auch die 69 Wohnungen bauen werde, zu denen er sich vertraglich verpflichtet habe. Brouwer: „Die werden höherwertig, er sieht keine Probleme in der Vermarktung.“

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