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Emmerich: Anwohner klagen über Krähen

Bürgermonitor : Ärger mit den schwarzen Vögeln

Am Bremer Weg bringen Krähen eine Anwohnerin zur Verzweiflung. Weil es sich um ein Privatgelände handelt, wird die Stadt nicht tätig.

(bal) Sabine Schlaghecken ist mit den Nerven am Ende. Eigentlich wohnt sie in einer ruhigen Ecke Emmerichs. Dort, am Bremer Weg, gibt es viel Grün und schöne schattige Bäume. Doch mit der Ruhe ist es seit dem Frühjahr vorbei. Mal wieder. Denn wie jedes Jahr sorgen seit Mai die Krähen für Rabbatz. „In diesem Jahr ist es besonders schlimm“, schildert Sabine Schlaghecken die Situation.

In direkter Nachbarschaft zu ihrer Wohnung befindet sich ein größeres Grundstück mit viel Grün und hohen Bäumen. Und dort haben sich die Krähen scharenweise niedergelassen. „Man kann schon morgens nicht mehr ungestört draußen sitzen“, sagt die Emmericherin.

Dabei sei es nicht nur der Lärm der störe, auch die Hinterlassenschaften der Vögel seien unangenehm. Dazu komme, dass die neugierigen und oftmals gar nicht scheuen Tiere auch hier und da Zerstörungen anrichteten. Nicht nur bei ihr, sondern auch bei Nachbarn.

Sabine Schlaghecken hat sich deshalb auch schon an die Stadt Emmerich gewandt, doch die habe ihr signalisiert, dass sie ihr nicht helfen könne. „Wir haben natürlich Verständnis für solche Anliegen von Bürgern. Es ist mit Sicherheit nicht schön, wenn man in der Nähe einer solchen Krähen-Population lebt, aber die Tiere stehen unter Naturschutz. Wir dürfen nur da handeln, wo öffentliche Flächen wie Schulen oder Kindergärten betroffen sind“, sagt Sprecher Tim Terhorst.

Die Krähen dürften von der Stadt nur mit so genannten Vergrämungsaktionen vertrieben werden. Die finden beispielsweise regelmäßig im Rheinpark statt. Die Wirkung ist umstritten. Klar ist jedoch: „Auf privatem Gelände können wir das nicht machen. Dafür haben wir keine Handhabe“, so Terhorst. Zumal der Kreis die Aktionen kontrolliere.

(bal)