Embricana in Emmerich feiert Jubiläum

RP-Serie 25 Jahre Embricana : Ein Schwimmbad feiert Jubiläum

Im Mai 1994 wurde das Embricana eröffnet, Ende dieses Monats feiert es mit seinen Gästen 25. Geburtstag.

(RP) Wer kennt ihn nicht, diesen Moment? Er beginnt meist mit der Ankündigung der Aktionsplanung am Familientisch. „Wir fahren ins Schwimmbad“, sind da die Worte der Mutter oder des Vaters und die Euphorie steigt schlagartig. Die Schwimmsachen werden gepackt. Die Aufregung steigt. Zu Fuß, mit Auto oder Fahrrad mit meist zu viel Gepäck geht es los in die Gewissheit eines Tages, der definitiv mit verschrumpelten Händen und nach Chlor riechenden Klamotten enden wird.

Am Schwimmbad angekommen, reicht die Geduld selten, bis zum ersten Eintauchen in das blaue und kühle Nass. Was folgt, ist ein kurzweiliger Tag mit einem wohligen Gefühl beim Betreten des kühlen Nass’, einer Wasserbombe auf dem Sprungbrett, Wetttauchen am Beckenrand und einer heißen Pommes mit Mayo zum Abschluss, bevor es wieder zufrieden nach Hause geht.

Insbesondere in den Sommermonaten sind die Außenbecken Besuchermagnet. Foto: mvo/Markus van Offern (mvo)

Seit 25 Jahren bietet das Embricana in Emmerich diese Erlebnisse täglich. Anlass genug, eine Serie zu starten. Denn dieses Schwimmbad ist auch ein Ort voller Geschichten. „Das Embricana gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Emmerich, mit dem unsere Besucher ganz persönliche Erinnerungen verbinden“, sagt Anke Kawohl, Betriebsleitung.

Das Embricana von oben. Foto: lauer

Die eigentliche Geschichte startete ursprünglich schon am 3. Juni 1961. Der Schwimmbetrieb in der Rheinbadeanstalt im Bereich des Sicherheitshafens wurde zunehmend gefährlicher. Deswegen entschied der Rat der Stadt Emmerich die Errichtung eines Freibades am Nollenburger Weg. Jürgen Bürschel, ehemaliger Schwimmmeister und Betriebsleiter, erinnert sich: „Es herrschte stets eine sehr familiäre Atmosphäre – sowohl bei Mitarbeitern als auch bei den Gästen.“ Er selbst war von 1972 bis 2007 hauptamtlich im Freibad und später im Embricana tätig. „In einem Jahr, es war ein Pfingsmontag, hatten wir 10.000 Gäste da“, erzählt Bürschel. „Freizeit war Badezeit.“

Nach über 30 Jahren war das Bad stark sanierungsbedürftig. 1989 gab der Rat erneut grünes Licht für eine Umgestaltung in ein modernes Freizeitbad. Am 20. Mai 1994 eröffnete dann das „Embricana“, was eine Wortschöpfung aus dem historischen Emmericher Namen „Embrica“ und Tropicana ist. Heute empfängt das Embricana über 200.000 Gäste jährlich. Es bietet ein 32 Grad warmes Thermalbecken, Erlebnisbereich drinnen und draußen, die Aktions-Rutsche „BlackHole“, ein 25-Meter-Sportbecken und nicht zuletzt einen liebevoll gestalteten Kinderbereich. Insgesamt stehen den Gästen 1000 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung. Hinzu kommt dann außerdem noch die 4000 Quadratmeter große Liegewiese zum Verweilen.

Über 50 Festangestellte und Aushilfen kümmern sich um die Bereiche Schwimmaufsicht, Sauna, Gastronomie, Verwaltung und Reinigung.

Großer Stolz ist auch die Premium-Saunalandschaft mit sechs Saunen zwischen 55 und 120 Grad, einem liebevoll gestalteten Außenbereich, erlebnissreichen Eventaufgüssen, diversen Veranstaltungsangeboten sowie Massage und Kosmetik. Die Saunameister des Embricanas zählen zu den besten in Deutschland.

Die Entwicklung geht immer weiter, weiß auch der heutige Embricana-Geschäftsführer Udo Jessner: „Wir wollen noch besser werden und in den nächsten Jahren weiter investieren und modernisieren. Unser Bad soll auch in der Zukunft für unsere Gäste attraktiv bleiben.“ Das Embricana-Team habe hier viele gute Ideen, die auf ihre Umsetzung warteten.

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