Rees: Einsatz für Rees von der anderen Rheinseite

Rees : Einsatz für Rees von der anderen Rheinseite

Bruno Ketteler, Wirtschaftsförderer in Kalkar, will sich verstärkt um den Ausbau der B 67n kümmern.

Auch wenn Bruno Ketteler seit Juli Wirtschaftsförderer der Stadt Kalkar ist und sich seitdem intensiv um den Standort kümmert - aus seiner Liebe zu Rees macht er keinen Hehl. "Rees ist eine schöne Stadt. Da hab ich gerne gearbeitet", gerät der zweifache Familienvater ins Schwärmen.

Die Stadt, auf dessen Gebiet er heute noch lebt, kennt er wie seine Westentasche. War der gebürtige Till-Moyländer doch von 1998 bis 1999 dort Beigeordneter, damals mit den Schwerpunkten Bau, Kultur und Schule - und danach bis 2009 Bürgermeister.

Eine sehr schöne Zeit sei es gewesen, als er die Geschicke der Stadt gelenkt hat, erzählt Ketteler. Der Etat sei ausgeglichen gewesen, die Rücklage prall gefüllt. "Die Zeit damals war aber auch deutlich leichter als heute", räumt Ketteler ein, der 2003 auch als Landratskandidat im Gespräch war.

Nach einer siebenjährigen Zeit als Rechtsanwalt für eine Kanzlei in Düsseldorf, die sich auf die Interessen-Vertretung von Kommunen, Kreisen und Kommunalen Unternehmen spezialisiert hat, macht er sich jetzt für den Wirtschaftsstandort Kalkar stark.

Wobei es immer wieder Themen gibt, die auch für die Stadt, in der er mit seiner Familie seit 15 Jahren lebt, von Interesse sind. "Etwa der Ausbau der B 67n", betont der Kalkarer Wirtschaftsförderer und Prokurist der dortigen Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), dessen Herz immer noch für Rees schlägt.

Der Ausbau der Verbindungsstraße zwischen den Autobahnen A 3 und A 57, für den er sich schon als Bürgermeister eingesetzt hatte, sei "die Chance für Rees", gerade mit Blick auf die dortigen Logistik-Unternehmen, sprich Spediteure. Denn Ketteler weiß noch sehr gut aus seiner beruflichen Zeit dort, dass es Rees nicht leicht hat, neue Arbeitsplätze zu schaffen beziehungsweise zu halten.

Überhaupt hätten beide Kommunen schon heute viel miteinander zu tun, etwa im Bereich Bildung und der gemeinsamen Abwasserbeseitigung. "Das ist ein tolles Erfolgsmodell", findet Ketteler, der in Millingen im Schützenverein marschiert, und zwar in der letzten Reihe des siebten Zuges.

Ganz vorne mischt der Wirtschafts-Fachmann indes in Kalkar mit. Auf die linke Rheinseite hat ihn übrigens die dortige Bürgermeisterin Britta Schulz geholt. Sie hatte den Verwaltungsfachmann bei einem gemeinsamen Termin kennengelernt und Anfang Januar gefragt, ob er Interesse an dem Job habe. "Hatte ich", lacht Ketteler.

Und freut sich auch für Rees, dass die Appeldorner Zuckerfabrik verstärkt im Raum Rees Landwirte als Rübenlieferanten gewinnen will. Apropos Zuckerfabrik: Hier stellt sich der Wirtschaftsförderer voll und ganz hinter das Ansinnen der Firma, gegenüber von Rees einen Verlade-Hafen zu bauen. Ketteler: "Dadurch würden künftig auch weniger Lastwagen über die Rheinbrücke fahren!"

(remy)