1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Emmerich: Ein Theaterabend kostet die Stadt 4000 bis 5000 Euro

Emmerich : Ein Theaterabend kostet die Stadt 4000 bis 5000 Euro

Kulturchef Michael Rozendaal legt Zahlen vor, die den Zuschussbedarf für die Kultur erklären.

Eine Theaterveranstaltung kostet die Stadt Emmerich einen Zuschuss in Höhe von 4000 bis 5000 Euro. Und das bei Gesamtkosten von bis zu 11 000 Euro.

Das ist eine Zahl, die Kulturchef Michael Rozendaal bei der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses nannte. Rozendaal machte damit deutlich, wie der Gesamtzuschussbedarf des Eigenbetriebs zustande kommt. Bekanntlich hatten die Mitglieder des Ausschusses die Finanzen des Theaters auf die Tagesordnung gesetzt, um nach Möglichkeiten zu schauen, wie sich das Programm eventuell noch um höherwertige Veranstaltungen ergänzen lässt.

Rozendaal zeigte auf, dass es bei diesem Vorhaben Grenzen gibt. Schon jetzt fließen jährlich 650 000 Euro aus der Stadtkasse in den Eigenbetrieb. Weitere Zuschüsse wie der aus der Rudolf-W.-Stahr-Stiftung (88 000 Euro) und Landesmittel kommen hinzu, so dass der städtische Eigenbetrieb "Kultur, Künste, Kontakte" jährlich 770 000 Euro bekommt.

Darin enthalten sind alle Kosten, also nicht nur solche für Aufführungen im Theater, sondern auch Personalkosten und die Bücherei. Der Eigenbetrieb erwirtschaftet dabei auch Erlöse. Aus dem Verkauf von Theatertickets zum Beispiel 118 000 Euro.

Vorsichtig ist Kulturchef Rozendaal bei sogenannten Risikoveranstaltungen geworden. Das sind beispielsweise Musicals, die im Stadttheater angeboten werden. In solchen Fällen trägt der Musicalveranstalter das finanzielle Risiko und nicht mehr die Emmericher Kulturbetriebe. Das erklärt zum Beispiel, dass Opern oder Ballettaufführungen in Emmerich nicht mehr stattfinden. Das Theater füllt sich nicht so sehr, dass der Veranstalter mit einem Plus rechnen könnte.

(RP)