Isselburg: Ein lustiger Abend in Herzebocholt

Isselburg : Ein lustiger Abend in Herzebocholt

An alter Wirkungsstätte trat nach 17 Jahren Pause wieder die Laienspielschar Heelden auf. Mit "Mein Name ist Hase" hatte die Truppe wieder ein Lustspiel im Gepäck, das mit Verwechslungen, Wortwitz und Situationskomik glänzte.

Volles Haus hatte die Laienspielschar Heelden bei der Premiere ihres neuen Stückes "Mein Name ist Hase" - ein Lustspiel in drei Akten von Erich Koch, das nach 17 Jahren wieder in der Bürgerhalle in Herzebocholt aufgeführt wurde.

Den meisten hatte der Umzug nach Herzebocholt sehr gut gefallen. "Es ist hier ein wenig gemütlicher", meinten drei Damen auch Heelden, "mal abwarten wie die Akustik ist".

Und was erwartete das Publikum. Ein Stück mit viel Verwirrungen, Verwechslungen, Wortwitz und Situationskomik wie man es seit Jahren von der Heeldener Spielschar kennt.

Jolante (Ulrike Kreischer) will heimlich ihre Häsinnen decken lassen und nimmt Kontakt auf mit Gerd (Markus ten Brinke), welcher einen prämierten Rammler besitzt. Ihr Mann Ewald (Andre Kresken) belauscht durch Zufall das Gespräch und versteht - wie kann es anders sein - alles falsch. So entsteht bei ihm der Verdacht, dass Hans ((Andreas Terhorst), Gerds Sohn und Miras (Chiara Hakvoort) Freund, sowohl Mira, seine Tochter, als auch seine Frau Jolante und sogar die Oma Luise (Andrea Hakvoort) geschwängert habe. Ewald will sich rächen und überredet seinen Freund den Metzgermeister Paul (Michael Kamps), Gerds Schwein, das ebenfalls Jolante heißt, zu klauen und zu schlachten. Das Gespräch wiederum hat Ehefrau Jolante gehört und bezieht es auf sich. Und das Chaos nimmt seinen Lauf.

Gesteigert wird das Verwirrspiel noch durch Opa Otto (Christoph Hütten), der hochschwangeren Psychologin Claudine (Jana Weidemann) und durch Gerd, der nachts im Bett ein Hasenkostüm trägt. Seine Frau Dora (Kirsten Nienhaus) ist verzweifelt, steht sie doch immer an zweiter Stelle hinter den Hasen. Hans stellt seiner Familie die Familie von Mira, die von ihm schwanger ist und die er heiraten will, vor mit den Worten "Eine ganz normale Familie". Aber da entstehen bei seinen Eltern doch ganz gewaltige Zweifel, als sie sehen wie Ewald, wie ein Hase hoppelnd, durchs Wohnzimmer läuft. Opa Otto denkt jedoch, dass Dora die Psychologin ist, zieht sich vor ihr aus und die beiden landen auf der Couch. Diese wiederum verwechselte Ewald mit Opa Otto und als Jolante die zwei in einer eindeutigen Situation antrifft, vermutet sie, dass Ewald der Vater ihres Kindes ist. Am Ende wird das ganze Chaos entwirrt und auch der richtige Vater des Kindes macht Claudine einen Heiratsantrag. Aber bis es soweit ist, werden die Lachmuskeln der Zuschauer gewaltig strapaziert.

"Was für ein lustiger Abend," meinte Klaus Schaffeld, "der nach Jahren wieder ein Lustspiel der Laienspielschar besucht hatte, "wir freuen uns, dass sie wieder nach Herzebocholt zurückgefunden haben." Auch CDU-Bürgermeisterkandidat Olaf Roßmüller, der sich von ein paar anstrengenden Wahlkampfwochen ein wenig entspannen wollte, war begeistert. "Ich bin mal gespannt, wie sich das alles entwirrt."

Mit viel Applaus, Bravorufen und anerkennenden Pfiffen bedankte sich das Publikum für das hervorragend gespielte Lustspiel bei den Laienspielern.

(B.T.)
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