Rees: Ein krönender Abschluss

Rees: Ein krönender Abschluss

Das Finale der Reeser Tage der Musik begeisterte die rund 400 Zuhörer im Bürgerhaus.

Man nehme: zehn höchst verschiedene Stücke aus der Musikgeschichte, lasse sie von Jules Hendriks arrangieren und von 80 Instrumentalisten und Sängern vortragen. Das Ergebnis waren mehr als 400 begeisterte Zuschauer im Reeser Bürgerhaus, die gleich drei Zugaben forderten und auch bekamen. So lautete das Erfolgsrezept beim Abschlusskonzert der siebten Auflage der Tage der Musik in Rees.

Bürgermeister Christoph Gerwers betonte in seinen Grußworten, welches Ziel die Organisatoren des musikalischen Wochenendes, allen voran Initiator Georg Michel und Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken, im Sinn haben: "Gute Laune." Er dankte allen Mitwirkenden und stellte in Aussicht, dass die Stadt künftig auch eine weitere musikalische Konzertreihe etablieren wolle.

Tim Terhorst führte locker und informativ durch das Abschlusskonzert, das mit einer Premiere aufwartete: Erstmals spielte das Gesamtorchester, bestehend aus den Haldern Strings, dem Halderner Blasorchester und dem Vocalensemble "TimeOut" nicht nur einzelne Musikstücke zusammen, sondern bestritt alle zehn Titel in voller Personal- und Klangstärke. Klaus Lohmann übernahm die Gesamtleitung und dirigierte auf der Bühne. In den vorausgegangenen Wochen hatte Ole Hansen mit den Haldern Strings und Robert Wijnands mit dem Halderner Blasorchester bereits eifrig individuell geprobt, wie auch Klaus Lohmann mit "TimeOut".

  • Rees : Abschlusskonzert setzt Maßstäbe

Das Konzert begann mit Filmmusik aus "Der Profi" und der "1492"-Hymne "Conquest of Paradise von Vangelis, gefolgt von Andrew Lloyd Webbers "Evita"-Hit "Don't Cry for Me Argentina", gesungen von Marion Sherwood. Es ging beschwingt weiter mit Cy Colemans "Rhythm of Life" aus dem flotten Broadway-Musical "Sweet Charity" und einem Beatles-Medley. "Wenn Sie die Augen schließen, werden Sie glauben, Joe Cocker steht auf der Bühne", leitete Tim Terhorst den Klassiker "Unchain My Heart" ein, der mit Egon Schotteks Reibeisenstimme in der Tat auffallend nah an Joe Cockers Original herankam. Im Duett mit Sarah Lümen sang Schottek auch "Up Where We Belong" aus dem Film "Ein Offizier und Gentleman".

"Conga" von der Miami Sound Machine brachte einen Hauch von Karibik ins Bürgerhaus, während die Hymne "Chariots of Fire" aus dem Sportlerfilm "Die Stunde des Siegers" für einen weiteren Gänsehautmoment des Abends sorgte. Veronika Kosel und Tobias Lohmann sowie das Gesamtorchester ernteten abschließend tosenden Applaus für ihre Interpretation von Andrew Lloyd Webbers Olympia-Hymne "Amigos para Siempre".

Im Namen der Reeser Musik- und Kulturlandschaft dankten die Musiker und Organisatoren dem Mann, der vor knapp drei Jahrzehnten die Haldern Strings gründete und vor sieben Jahren die bundesweit stattfindenden "Tage der Musik" nach Rees holte: Georg Michel. "Jedes Rudel sucht sich seinen Leitwolf", sagten sie und ergänzten mit Blick auf Michel: "Wir danken Dir, dass Du unser Silberrücken bist!"

(RP)
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