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Emmerich: Eimer auf den Kreisverkehr?

Emmerich : Eimer auf den Kreisverkehr?

Wohin mit dem irren Garde-Geschenk? Nach Gesprächen mit "Straßen NRW" gilt jetzt der Kreisverkehr bei Konica-Minolta als Favorit in der Standortfrage. Dann müsste die Stadt aber die Pflege der Fläche übernehmen.

Gut drei Wochen ist es nun her, dass die Garde von Prinz Friedhelm I. und Prinzessin Lisa I. (Langanke) Bürgermeister Johannes Diks einen fünf Meter hohen Riesen-Eimer schenkte. Schon damals, bei der Proklamation im Stadtttheater, begannen erste Diskussionen um den Standort für das Emmericher Wahrzeichen. Jetzt scheint sich abzuzeichnen, wo der 600-Kilo-Koloss künftig stehen wird.

Denn die Stadtverwaltung hat mit der zuständigen Behörde "Straßen NRW", dem ehemaligen Landesstraßenbauamt, gesprochen. Ergebnis: Grundsätzlich ist es möglich, dass der XXL-Eimer auf dem neuen Kreisverkehr vor Konica-Minolta stehen könnte. Das bestätigte Bürgermeister Johannes Diks gestern auf RP-Anfrage. "Ich könnte mir diesen Standort sehr gut vorstellen", so Diks weiter.

Einziger Wermutstropfen: Wenn die Stadt den Eimer dort aufstellt, muss sie auch die Pflege der Fläche übernehmen. So will es "Straßen NRW". Johannes Diks: "Jetzt müssen wir überprüfen, welche Kosten der Stadt dadurch jährlich entstehen."

Überhaupt ist sich Diks noch gar nicht sicher, wer letztendlich über den Standort entscheidet. "Vielleicht muss ja der Ausschuss für Stadtentwicklung angehört werden." Vielleicht könne aber auch im Ältestenrat, in dem alle Fraktionen vertreten sind, ein Entschluss gefasst werden.

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Wenn es nach dem Bürgermeister geht, sind damit wohl die beiden anderen Standorte aus dem Rennen. Da wäre zum einen die Landspitze an der Hafeneinfahrt gewesen, wo das Vorgänger-Modell einst aufgestellt wurde.

Doch hier hat Johannes Diks bereits den alten Lastkran vorgesehen. "Und die Idee, den Eimer an den Kran zu hängen, passt meiner Meinung nach von den Proportionen nicht", so der Bürgermeister weiter.

Als möglicher Standort war von ihm selbst auch die Promenade ins Spiel gebracht worden. Und zwar auf der Höhe der Fährstraße, wo der Flanierweg samt Geländer endet. Denn dort hätten alle Touristen die Rheinbrücke als perfekten Hintergrund für mögliche Fotos.

Aber wie gesagt: Favorit bleibt der Kreisverkehr an der Weseler Straße. Wobei Diks in diesem Fall darüber nachdenkt, den Eimer anzustrahlen, damit er auch nachts zur Geltung kommt. Schließlich ist das Stadtoberhaupt ja auch Vorsitzender des Vereins "Stadtbild". . .

(RP)