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Eimer-Ampel für Emmerich: Originelle Idee, aber zu teuer

Lichtzeichenanlage : Emmericher Eimer-Ampel: Originelle Idee, aber zu teuer

(moha) Seit Oktober 2018 steht eine Bergmanns-Ampel vor dem Duisburger Zoo, am Nikolaustag dieses Jahres wurde in Wesel eine Esel-Ampel eingeschaltet. Das brachte Hein Driessen auf die Idee, so etwas auch in Emmerich am Rhein zu installieren.

„Der Emmericher Eimer auf einer Ampel - das wäre doch was Tolles“, fand der stadtbekannte Emmericher Künstler.

Die RP fragte nach: „Was halten Sie von dieser Idee?“ Das Interesse der Emmericher hielt sich in Grenzen, viele Anrufe gab es nicht. Die meisten denken da wie Herr J. A. Schroer: „Wenn schon Geld ausgegeben wird, dann für etwas anderes.“ Er schlug eine bessere Beleuchtung an der Unterführung Weselerstraße vor.

Das sei schon eine sehr originelle Idee, fand Kirstin Herr vom TouristikCenter. „Vielleicht ist das eine nette Sache für unsere Gäste. Aber nicht unbedingt ein touristisches Highlight, wofür so viel Geld ausgegeben werden sollte.“ Rund drei Jahre Bürokratie-Arbeit und etwa 3000 Euro hat die Weseler ihre Esel-Ampel gekostet. Das sagte auch die Emmericherin Beatrix Kalwa. Sie könne sich das beispielsweise an der Kreuzung Eltener Straße/Zum halben Mond/’s-Heerenbergerstraße vorstellen. „So als kleiner Geck, dass jemand eine Schablone bastelt und diese auf die Ampel klebt, wäre das eine nette Geschichte. Aber das darf man ja nicht.“ Ansonsten sei das viel zu viel Geld, was man dafür ausgeben müsste.

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„Der Esel in Wesel hat Bezug zur Stadt, die Idee ist originell“, meinte auch Jupp Tenhagen. Aber man müsse nicht alles nachahmen. „Und unterm Strich muss man sehen, ob so etwas ein Werbeträger für die Stadt ist. Das stelle ich in Frage.“