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Ehemaliger Stadtdirektor von Emmerich Hado Ebben gestorben

Ehemaliger Stadtdirektor : Trauer um Hado Ebben

Der ehemalige Stadtdirektor Hado Ebben ist am Freitag gestorben. Der 92-Jährige bewahrte sich bis zuletzt seinen Wachen Blick. Für Emmerich, aber auch weit darüber hinaus, bewirkte er viel.

(RP) Hado Ebben ist am Freitag im Alter von 92 Jahren gestorben. Der gebürtige Klever war über zwei Jahrzehnte, von 1962 bis 1984, Stadtdirektor in Emmerich. In seine Zeit fiel unter anderem der Bau der Rheinbrücke. Deren spätere farbliche Umgestaltung mit dem rötlichen Ton, der ihr den Namen „Golden Gate“ vom Niederrhein einbrachte, hatte Ebben aus eben jenem Grund angestoßen.

Heinz-Adolf Ebben, so sein vollständiger Name, wirkte auch über Emmerich hinaus – ob als deutscher Geschäftsführer der Deutsch-Niederländischen Handelskammer in Den Haag, als Hanse-Botschafter, als Mitbegründer der Regio Rhein-Waal, der Städtepartnerschaft Emmerich-King’s Lynn und von Liemers-Niederrhein oder als langjähriges Vorstandsmitglied der Bundesgemeinschaft Deutsch-Niederländische Kulturarbeit. Auch war er Motor der Emmericher Hanse-Aktivitäten, dem mitgliederstarken Geschichtsverein Emmerich gehörte er ebenfalls an.

Der CDU-Politiker war ein Förderer in höchstem Grade, ein durchsetzungsstarker Manager, der etwas bewegen und gestalten wollte. Eine große Stütze war ihm stets seine Ehefrau Gertrud, die bereits vor vier Jahren gestorben ist.

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Als seine „schönste Herausforderung“ bezeichnet er einmal das halbe Jahr in Erfurt, wo er nach der Wiedervereinigung half, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Freistaats Thüringen zu gründen.

Seinen wachen Blick hatte sich Hado Ebben bis ins hohe Alter bewahrt. Gelegentlich mischte er sich auch noch in die Tagespolitik ein. So trug er etwa hinter den Kulissen zur Rettung des Wandmosaiks von Bernd Terhorst im ehemaligen Berufskolleg am Brink bei oder beteiligte sich an den Planungspaziergängen zu den Fuß- und Radwegekonzepten in der Innenstadt.