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Rees: "Drogen-Oma" will nichts von einer Plantage wissen

Rees : "Drogen-Oma" will nichts von einer Plantage wissen

Die "Drogen-Oma" aus Rees sorgt weiter für Aufregung. Nachdem bereits das WDR-Fernsehen am Gelände der ehemaligen Mühle gedreht hat, ist jetzt auch das ZDF durch die RP-Berichterstattung auf den Fall aufmerksam geworden.

Wie berichtet, ist eine 71-Jährige wieder ins Visier der Fahnder geraten, die bereits rechtskräftig verurteilt ist, weil sie eine Cannabis-Plantage betrieben haben soll. Bei einer Razzia vor einer Woche fanden die Beamten Aufzuchtlampen und Reste von frischen Pflanzen.

Für den Staatsanwalt deutliche Hinweise darauf, dass die Frau rückfällig geworden ist. Sie wird ohnehin in nächster Zeit auf jeden Fall schon einmal ihre rechtskräftige Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten antreten müssen. Im Sommer war ihre Berufung gegen das Urteil verworfen worden, danach hatte sie Haftverschonung wegen ihres hohen Alters bis zur Rechtkraft des Urteils bekommen

Gegenüber der Polizei verweigerte die Frau nach der Hausdurchsuchung die Aussage. Nach Medienberichten soll sie allerdings behaupten, dass die Pflanzen ihr untergeschoben worden seien. Die Lampen seien damals gar nicht sicher gestellt worden, deshalb habe sie sie eingemottet. Mit Drogen-Geschäften will sie offenbar nichts zu tun haben.

Auf dem Gelände der Mühle gab es in den 80er Jahren ein Nachtclubbetrieb, bis die Anlage von einem Brand zerstört wurde.

(RP)