Rees: DRK ehrt regelmäßige Blutspender

Rees : DRK ehrt regelmäßige Blutspender

Das Deutsche Rote Kreuz zeichnete am Mittwoch Reeser aus, die mit ihrer Blutspende anderen Menschen halfen.Unterdessen hoffen die Verantwortlichen auf neue, jüngere Blutspender.

Wie der Vater, so der Sohn: Klaus-Dieter Willemsen wurde am Mittwoch vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Ortsverband Rees für 150 Blutspenden geehrt, sein Sohn Markus Willemsen für 100 Blutspenden. "Diese Kombination ist in Rees einmalig", lobte die Vorsitzende Doris Scholten den Einsatz der beiden Generationen. Ohnehin konnte sie in den Rheinterrassen Collins mit großen Zahlen aufwarten: Binnen eines Jahres verzeichnete das DRK 1673 Blutspenden (46 mehr als im Vorjahr) bei 16 Terminen in Rees, Haldern, Millingen und Mehr. Das entspricht elf Prozent der gesamten Blutspenden im Kreis Kleve. Bürgermeister Christoph Gerwers, bereits im Fußballfieber ob des anschließenden Champions-League-Spieles seiner Lieblingsmannschaft Bayern München, sprach von einer "beachtlichen Mannschaftsleistung" der Reeser Blutspender. Neben Vater und Sohn Willemsen zeichnete Gerwers auch Bernhard Julius Otto Block und Heinz Wehofen für jeweils 125 Blutspenden aus und Ernst Möllenken für 100.

75 Mal spendeten Brigitte Bluhm, Monika Hartmann, Udo Heister, Christa Paula Helling, Nicole Reuken, Manuela Anneliese Vennemann und Holger Weidemann Blut. Für 50 Spenden wurden Dorothee van Huet, Hans Leiting, Wolfgang Johann Schill, André Steinberg, Wilhelm Ernst Termath und Ulrich Uebbing geehrt. Nico Faerber, Patrick Kutz, Oliver Luehl, Maria Reemann, Kirsten Reßing, Carmen Karolin Stevens-Epping, Matthias Storm, Niels Termath, Christian Thenagels, Bianca Regina Vadljan, Uta Maria Wißen und Margret Züpke spendeten jeweils 25 Mal Blut. Thorsten Hemmers, Referent des Blutspendedienstes in Breitscheid und Ansprechpartner für den DRK-Ortsverband Rees, erläuterte die Verwendung des gespendeten Blutes, das in verschiedene Bestandteile gegliedert und dann individuell eingesetzt wird. So kommen zum Beispiel die roten Blutkörperchen bei Unfall- oder Krebspatienten zum Einsatz, während das Blutplasma, das zu 90 Prozent aus Wasser besteht, zur Behandlung großflächiger Verbrennungen eingesetzt wird. "Mit einer Spende können sie bis zu drei Menschen die Gesundheit zurückgeben oder das Leben retten", sagte Hemmers.

Sorge bereitet der Vorsitzenden Doris Scholten, dass inzwischen nur noch Blutspender unter 76 Jahren zugelassen werden: "Durch diese Begrenzung werden einige unserer bewährten Spender wegfallen, und wir hoffen, dass wir den Verlust durch junge Leute ausgleichen können, die als Neuspender zu uns kommen." Auch der Vorstand plant eine Verjüngung: "2019 sind wir 30 Jahre im Amt und werden unsere Posten aufgeben", sagte Scholten, "allerdings wollen wir dann weiterhin für den Ortsverband aktiv sein."

(RP)
Mehr von RP ONLINE