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Dornicksche Ward und Emmerich: Bußgelder für Angler und Hundehalter

Angler und Hundehalter aufgepasst : Dornicksche Ward: Warum hier bis zu 400 Euro Strafe fällig werden

Diese Pressemitteilung ist wohl so etwas wie der freundliche Appell an die Vernünft der Menschen, bevor sie irgendwann zur Kasse gegeben werden. Und das kann richtig teuer werden.

Die sonnigen Tage der letzten Wochen waren nicht nur für uns Menschen eine Wohltat. Auch die Vögel sind wieder aktiv geworden und die Brutzeit beginnt. Deshalb bittet das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. gemeinsam mit der Stadt Emmerich um die Mithilfe und Rücksichtnahme aller Bürger.

In einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung heißt es: „Die Dornicksche Ward in Emmerich ist ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, darunter auch einige gefährdete Arten wie der Flussregenpfeifer. Er brütet unauffällig am Rheinufer zwischen den Kieselsteinen. Ehe wir Menschen merken, dass vor uns im Kiesufer seine Eier liegen, haben wir ihn längst gestört. Und das kann für den Nachwuchs schlimme Folgen haben.“

Zur Erklärung: Die Dorniksche Ward ist die Fläche zwischen dem Deich, der von Emmerich nach Dornick führt, und dem Rhein. Das sind 211 Hektar.

Es sei wichtig, dass befestigte Wege nicht verlassen, und die zahlreichen Trampelpfade nicht betreten werden. Auch Hunde sollten ausschließlich an der Leine geführt werden. Alle Hinweise sind ebenfalls vor Ort ausgeschildert.

Und weiter heißt es in dem Schreigen: „Die Bedingungen für Brut- und Rastvögel haben sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert, leider auch deshalb, weil nicht alle Besucher Rücksicht auf die Natur nehmen. Deshalb wird es auch in diesem Frühjahr Kontrollen geben.“

Bei Nichtbeachtung der Hinweise können Bußgelder erhoben werden. „Wenn alle Besucher Rücksicht nehmen, kann jeder einen Beitrag dazu leisten, Tiere zu schützen und die Natur für die nachfolgenden Generationen zu erhalten“, schreibt die Stadtverwaltung.

Zur Erinnerung: Im Sommer 2020 hat die Stadt Emmerichgemeinsam mit der Naturschutzbehörde des Kreises, der Wasserschutzpolizei und dem Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V. das Naturschutzgebiet Dornicksche Ward kontrolliert. Dabei wurden zwölf Bußgeldbescheide für Personen verhängt, die sich nicht entsprechend der bestehenden Regeln verhalten haben.

Hier ging es hauptsächlich um Betretungsverbote oder nicht angeleinte Hunde, aber auch zwei kleinere Zelt-Lager mussten aufgelöst werden.

Die Dorniksche Ward kann teuer werden für Leute, die sich nicht an die Verbote halten.

Das Betreten außerhalb der befestigten Wege ist verboten. Hunde sind an der Leine zu führen. Müll ablagern, Lagern, Zelten, offenes Feuer und Grillen sind ebenfalls verboten. Die Bußgelder liegen dabei zwischen 25 und 400 Euro.