Emmerich: Dornicker Glücksgefühle

Emmerich : Dornicker Glücksgefühle

Dornick konnte am Wochenende gleich zweimal jubeln. Olaf Derksen sicherte sich den Königstitel im Ort. Sein Vorgänger wurde Bezirkskönig und holte das Bezirksfest 2012 nach Dornick.

Olaf Derksen war sprachlos. Am Morgen lief er als "normaler" Schütze beim Umzug durch das Dorf mit. Am Nachmittag stand er im Mittelpunkt des Geschehens: Er wurde zu seiner eigenen Überraschung Schützenkönig. Mit dem 56. Schuss holte er den Vogel von der Stange. Nach kurzem Erstaunen war dann die Freude auf Seiten des 43-jährigen Mitarbeiters der Kommunalen Betriebe riesig groß. Seine Kameraden vom 7. Zug ließen ihn hochleben. Und auch Ehefrau und Königin Melanie Derksen strahlte. "Ich muss jetzt zwar alles noch besorgen, aber ich freue mich", sagte die 39-jährige Dornickerin, die als Sekretärin am Willibrord-Gymnasium tätig ist. Stolz umarmte Sohn Darwin seine "königlichen" Eltern.

Als gegen 13.30 Uhr die Bewerber zum Königschießen herausgerufen wurden, kam keiner. Kurze Zeit später holte Brudermeister Gerd Böcker die Zugführer zusammen. Dann trafen sich die Züge, einige mit den Frauen, die ein Wörtchen mitzureden hatten, wenn es um die Königswürde geht. Es wurde diskutiert und argumentiert, dann kam es erneut zum Vorstandstreffen. "Viele scheuen sich wegen des Aufwandes, sich für das Königsamt zu bewerben", so der Vorsitzende der Emmericher Schützengemeinschaft, Hans-Jürgen Gorgs. "Wenn sich keiner meldet, bleibt das Königsamt unbesetzt, man kann ja keinen dazu zwingen." Glücklicherweise kam es in Dornick nicht dazu.

Um 14.42 Uhr nahm sich Edgar Kersten ein Herz und schoss auf den Holzvogel. Mit Hugo Sommer, Rüdiger Neeb und Olaf Derksen beteiligten sich drei weitere vom Zug 7. Als der Vogel fiel, war nicht nur Brudermeister Gerd Böcker erleichtert. Vor dem spannenden Finale hatte Sascha Blum den Kopf, Gerd Böcker den rechten und René Ricken den linken Flügel heruntergeschossen.

(moha)