Die Stadt Rees soll einen zweiten Wirtschaftsförderer bekommen

Nach FDP-Antrag : Ein zweiter Wirtschaftsförderer soll kommen

Die Stadt Rees wird künftig einen zweiten Wirtschaftsförderer bekommen, der Heinz Streuff in seinem Amt unterstützen wird. Das ist das Ergebnis eines Antrags der FDP, der eigentlich in eine ganz andere Richtung gehen sollte.

Wie berichtet, hatte die Reeser FDP im Frühjahr beantragt, dass die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) gestärkt und neue Kompetenzen erhalten soll, die bislang bei der Stadtverwaltung angesiedelt sind. Hintergrund war der Wunsch der Liberalen, das Instrument durch eine Ausweitung der Aufgaben, mehr Investitionen und Personal wirkungsvoller zu nutzen.

Die SEG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Rees. Gegründet wurde sie vor 13 Jahren, um als schlankes Konstrukt Wohngebiete und Gewerbeflächen zu entwickeln.Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist Bürgermeister Christoph Gewers. Mit Wirtschaftsförderer Heinz Streuff und Michael Berndsen stellt die Stadtverwaltung zwei Geschäftsführer. Weitere Mitarbeiter gibt es nicht. Die SEG hat einen Etat von 500.000 bis 600.000 Euro.

Dabei wird es auch bleiben, denn der Reeser Rat lehnte den FDP-Antrag am Mittwochabend ab. Helmut Wesser (Grüne) sah in dem Vorstoß der FDP zwar die gute Absicht, die Stadt nach vorne bringen zu wollen, befürchtete aber eine Kostenspirale durch den erheblich steigenden Personalbedarf, der mit den Plänen der Liberalen verbunden sei. Problematisch sahen Politik und Verwaltung auch einen drohenden Beteiligungsverlust von Öffentlichkeit und Rat, weil die SEG anders als die Stadtverwaltung in den politischen Willensbildungsprozess eingebunden ist.

Gleichwohl hatte die Stadt Rees in ihrer Stellungnahme die Einrichtung einer zweiten Stelle in der Wirtschaftsförderung in Aussicht gestellt. Die wurde vom Rat auch befürwortet. Für Heinz Schneider (FDP) ein „Minimal-Konsens“.

(Markus Balser)
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