1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Die Schlacht ums Wasserschloss Huis Bergh in 's-Heerenberg wird nachgespielt

Pfingsten : Schlacht ums Wasserschloss

Am 9. und 10. Juni gibt es ein Spektakel rund um das Wasserschloss Huis Bergh in ‘s-Heerenberg. Eine historische Schlacht aus dem Jahr 1572 wird nachgespielt.

(ag) Es waren unruhige Zeiten: Immer wieder zogen gegen Ende des 16. Jahrhunderts Söldnertruppen entlang des Niederrheins, sie besetzten Städte und Burgen, kämpften um Land und Macht. Die schwelenden Auseinandersetzungen zwischen den Niederlanden und Spanien bekamen die Menschen am unteren Niederrhein immer deutlicher zu spüren. Es lag Krieg in der Luft, der sich um 1568 immer deutlicher entlud. Nicht weit von Emmerich entfernt lag mit der prachtvollen Grafschaft Bergh ein wichtiger Schauplatz dieser großen europäischen Auseinandersetzung. Die Grafen von Bergh mischten im Kriegsgeschehen kräftig mit – auf niederländischer und auf spanischer Seite.

Das alles ist heute längst vergessen und selbst versierte Historiker tun sich schwer, diese überaus komplizierten Zusammenhänge einem breiten Publikum näher zu bringen. Auch wenn man nicht alle Details und Familienverflechtungen verstehen wird, ist es doch spannend zu sehen, wie die Menschen unter diesen erschwerten Bedingungen gelebt haben. Was hat es anno 1568 bedeutet, die Waffen für einen Freiheitskampf aufzunehmen?

Diese tapferen Männer wollen in die Burg - ob sie es schaffen? Foto: Huis Bergh

Die Spannung ist also programmiert für dieses Wochenende. Organisatorin Jacqueline Wissink freut sich bereits auf die professionellen Darsteller, die auf der Wiese vor Huis Bergh ihr Quartier beziehen und an beiden Tagen die Burg beschießen werden. Die Compagnie Grolle und die Mars Compagnie werden anschaulich darstellen, wie die Musketiere, Pikeniere und einfachen Bürger gelebt haben. „Die Besucher können durch das Lager streunen, den Darstellern bei ihrer Arbeit zuschauen oder mit ihnen ein Pläuschchen halten“, erzählt Jacqueline Wissink.

Die Organisatoren rechnen mit 500 bis 1000 Besuchern. „Wir wollen kein riesiges Event, sondern einen familiären Charakter wahren“, sagt Jacqueline Wissink. Schließlich möchte man, dass sich Familien mit Kindern an beiden Tagen noch wohl fühlen. Damit es den kleineren Rittern nicht zu langweilig wird, werden zahlreiche Spiele und Mitmachaktionen angeboten: „Es lohnt sich“.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.huisbergh.nl.