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Rees: Die Reeser lieben den Schäferhund

Rees : Die Reeser lieben den Schäferhund

Deutschlandweit ist der Schäferhund in der Beliebtheit gesunken, in Rees dagegen liegt er in der Hitliste mit vorn.

Wenn das Tom Gerhard wüsste. Der Komiker und Dackelfanatiker hat sicher Tränen in den Augen, wenn er die aktuelle Liste der Agila-Haustierversicherung in Händen hält. Die listet jährlich die zehn beliebtesten Hunde Deutschlands auf. Und der Dackel fehlt erneut in dem Ranking. Längst haben ihm französische Bulldogge (Platz 2), Mops (5) oder Chihuahua (6) den Rang abgelaufen. Absteiger des Jahres ist übrigens der Schäferhund, der von Platz fünf auf neun abrutschte.

Da wird es die Schäferhund-Freunde freuen, dass Rees weiter ein gutes Pflaster für diese Rasse ist. Hier liegt der Schäferhund nämlich auf Platz zwei der Lieblingshunde. Melanie Kastein vom Ordnungsamt stellte für die RP die Top 5 der beliebtesten Hunderassen in der Stadt zusammen. Eine Liste, die nicht ganz genau ist, weil die kleinen Hunde nicht exakt nach Rassen erfasst werden. Die Statistik zeigt aber deutlich: Rees ist hundefreundlich. 2000 Vierbeiner sind registriert, damit gibt es in 20 Prozent der Haushalte einen Hund. Bundesweit liegt dieser Wert gerade einmal bei rund neun Prozent. Ganz vorne liegt in Rees wie auch bei der deutschlandweiten Statistik der Mischling.

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"Außerhalb jeder Modeerscheinung lieben die Deutschen offenbar robuste und unkomplizierte Hundemischungen", erklärt die Haustierversicherung diese Wahl. Ein Trend, den Hundeexpertin Silvia Feuchthofen aus Mehr bestätigt. Die meisten Hundefreunde würden sich immer noch für einen "Mix" entscheiden. Ohnehin warnt sie davor, sich bei der Wahl der Rasse von Modeerscheinungen leiten zu lassen. "Als der Film 101 Dalmatiner lief, war diese Rasse sehr beliebt. Viele haben sich auch für Westhighland Terrier entschieden, weil sie den weißen Westie in der Futterwerbung so niedlich finden", sagt Silvia Feuchthofen.

Jeder müsse vorher für sich klären: Will ich einen Hund, der lebhaft ist und viel Auslauf braucht oder lieber einen, der längere Zeit alleine in der Wohnung bleiben kann. Wer sich einen Beagle zulege, müsse beispielsweise damit leben, dass diese Rasse ihren ganz eigenen Kopf hat und nur schwer ohne Leine auszuführen ist.

Beim Blick auf die Liste der Reeser Top 5 überrascht sie ein bisschen, dass der Labrador nicht weiter vorne zu finden ist. "Der ist eigentlich momentan auch sehr beliebt", stellt Silvia Feuchthofen fest. Und sie bestätigt eine Tatsache, die Tom Gerhard traurig machen muss: "Dackel werden immer weniger. Warum das so ist? Ehrlich gesagt habe ich dafür keine Erklärung."

(RP/rl)