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Emmerich: Die Promi-Boxer stählen sich

Emmerich : Die Promi-Boxer stählen sich

Für den verrückten Boxkampf im Bölt ist fast alles vorbereitet. Die Kämpfer selbst noch nicht unbedingt – die arbeiten noch daran. Eintrittskarten gibt es noch, es wird aber mit einer ausverkauften Halle gerechnet.

Für den verrückten Boxkampf im Bölt ist fast alles vorbereitet. Die Kämpfer selbst noch nicht unbedingt — die arbeiten noch daran. Eintrittskarten gibt es noch, es wird aber mit einer ausverkauften Halle gerechnet.

Jeder hat so seine Trainingsmethoden. Bölt-Wirt Werner Woytowicz baut Kondition beim Joggen auf und schmettert unter Anleitung seines Bruders gegen Pratzen und Sandsack: Vier Mal in der Woche wird eine bis eineinhalb Stunden geschwitzt. Der 22-jährige Marvin Gerritsen, der gegen Marc Kneipp antreten wird, lässt sich dem Vernehmen nach von echten Profis stählen. Und von Schickeria-Wirt Frank Meyer wird kolportiert, dass er sich neben körperlichem Training zur geistigen Vorbereitung bereits mehrfach alle Rocky-Teile hintereinanderweg angesehen hat. Was immer halt hilft.

Für das große Promi-Boxen am Samstag, 9. Juni, im Schützenhaus ist so gut wie alles vorbereitet — mal abgesehen von den Athleten vielleicht. Wichtige Personalentscheidungen sind getroffen: Ringrichter wird der ehemalige Emmericher Boxer Manfred Zimmermann.

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Öffentlichkeit nimmt Anteil

Als Punktrichter stehen nach wie vor Bürgermeister Johannes Diks und Sportgeschäft-Inhaber Jupp Tenhagen bereit. Als Moderatorenteam wollen die Karnevalisten Manuel Jonkhans und Hans-Jürgen Gorgs für Stimmung sorgen.

Die Kämpfer ihrerseits sind mitten im Training. "Ich fühle mich schon fitter", erzählt Werner Woytowicz, "ich habe schon zehn Kilo abgenommen. Frank Meyer ist bei 15 Kilogramm — der sollte vielleicht zusehen, dass er wieder was zunimmt." Ansonsten steigt die Aufregung: "Man hat Lampenfieber. Nicht unbedingt Angst, aber man wird doch nervös."

Die Emmericher Öffentlichkeit nimmt daran großen Anteil. Wo die Kämpfer sich zum Joggen vor die Tür trauen, ziehen sie Aufmerksamkeit auf sich. "Selbst im Handelshof in Bocholt wurde ich schon darauf angesprochen", sagt Woytowicz. Und der Getränkelieferant tätschelte ihm schon den Bauch und frotzelte, das mit dem Training müsse aber noch besser werden.

Die Kämpfe am 9. Juni sollen über drei Runden à drei Minuten gehen: "Da wird die Zeit lang", weiß Woytowicz jetzt. "Schon lockeres Sparring geht unheimlich auf die Kondition." Die Organisatoren rechnen mit einem ausverkauften Haus. "450 Karten sind schon weg, 120 sind noch reserviert, da sind wir schon bei 570 Karten. Bis 750 wollen wir gehen." Erfahrungsgemäß legen die Verkaufszahlen kurz vor einer Veranstaltung noch mal richtig zu.

Internet Bisherige Berichterstattung auf www.rp-online.de/emmerich

(RP)