Isselburg: Die Jecken auf der Minervastraße

Isselburg : Die Jecken auf der Minervastraße

Hunderte Narren feierten den Rosenmontagszug. Das gut-gelauntes Prinzenpaar lud zwei Bürgermeister ein.

Die Invasion ist geglückt. Kleine grüne Männchen schlängelten sich durch Isselburg. Nicht nur die Aliens vom anderen Stern landeten am Rosenmontag auf der Minervastraße. Auch Vampire und Astronauten aus einer fernen Galaxy besuchten das Narrenvolk. Der Rosenmontagszug durch die Stadt - erstmals organisiert vom neuen Duo Tim Wessels und Jürgen Neuhaus - stand unter einem guten Stern. Mehr Wagen als angekündigt fanden sich am Vormittag am Stromberg ein und auch das Wetter spielte wieder super mit.

Das Isselburger Prinzenpaar (links unten) freute sich sehr auf dieses Highlight der kurzen Session: die Fahrt durchs Narrenmeer im Prinzenwagen. Kreative Kostüme hatten sich die Jecken wieder ausgedacht. Foto: Thorsten Lindekamp

Vor allem der Platz vor dem Rathaus war Treffpunkt der Jecken. Hier trifft man sich, hier kennt man sich. Und hier schunkelt man gern gemeinsam im Takt der närrischen Hits. Vor allem die Kinder standen ab 11.11 Uhr aufgeregt mit ihren Taschen am Straßenrand. Bis, ja bis endlich der erste Wagen um die Ecke auf die Minervastraße bog: das Polizeiauto. Wenn dieser kommt, weiß mittlerweile jedes Kind aus Isselburg, dass der Zug nicht weit ist. Und der zog dann endlich um 11.27 Uhr in Alt-Isselburg ein. Allen voran wieder das Blasorchester in seinen bunten Kostümen. Moderne Hits spielten die jungen Musiker - das machte mächtig Stimmung. Gleich dahinter ging es musikalisch weiter. Die Drumband aus Aalten spielte auch, was die Instrumente hergaben. Mit dabei war natürlich auch der 1. KC Anholt. Ein gutes Dutzend bunter Clowns zog mit und brachte Kamelle unters Narrenvolk. Mit der Startnummer 4 schlängelte sich dann der Prinzenwagen durch das Narrenvolk. Mit dabei, klar: Isselburgs großes und kleines Prinzenpaar. Für Prinz Sascha der I. Oudemaat und Prinzessin Stefanie die I. Meismann-Niermann war der Umzug das Highlight in der Session. "Die eigentlich viel zu kurz war", so die Prinzessin.

Foto: Thorsten Lindekamp
Foto: Thorsten Lindekamp

Am Rathaus legte ihr Wagen wieder den obligatorischen Stopp ein. Und dieses Mal ging nicht nur Bürgermeister Rudi Geukes (im Bienenkostüm), sondern auch sein Nachfolger Michael Carbanje (in Lederhosen) an Bord. Natürlich zog gleich die Garde hinterm Wagen her. Schön anzusehen: Der Wagen von "The Galaxy" mit der Aufschrift "Das Universum: Ein Irrenhaus - Die Erde: Die geschlossene Abteilung, Freigang möglich". Auch die Strickfrauen aus Isselburg und Umgebung gingen als Fußgruppe mit. Ein Hingucker war der Vampir-Wagen unter dem Motto "Wir beißen nicht, wir nuckeln nur". Und auch die Feuerwehr hatte sich wieder ins Zeug gelegt und den alten Wohnwagen zum Hort des "A-Teams" umgewandelt. Ebenfalls dabei: Die Heeldener samt Wagen "Heelden bestäubt" und die Wurstjäger aus Vehlingen. Zum Schluss zogen dann die 25 grünen Männchen samt Ufo durch die Stadt. Ein närrischer guter Abschluss!

(seul)
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