Rees: Der Niederrhein-Maler

Rees: Der Niederrhein-Maler

Piet Leysing ist für viele Reeser ein besonders wichtiger Künstler. Auch wenn er nicht sein ganzes Leben in der Stadt verbrachte, holte er sich hier doch viele Motive für seine Bilder.

Die künstlerische Bedeutung von Piet Leysing wirkt bis heute nach. Das zeigt sich daran, dass jetzt gerade eine Ausstellung mit Werken von ihm in Krefeld auf Burg Linn eröffnet wurde. In seinen impressionistisch geprägten Szenen des einfachen Alltagslebens zeigt Leysing die harte Arbeit, aber auch das beschauliche Leben am Fluss. Leysing malte nicht die großen Szenen mit reicher Staffage, sondern befasste sich bewusst mit den alltäglichen Ereignissen des Landlebens am Niederrhein. Eben daher wird es bis heute in Rees hochgeschätzt.

Piet Leysing wurde 1885 im niederländischen Bemmel geboren. Um die Jahrhundertwende waren seine Eltern nach Duisburg gezogen. Hier begann er eine Lehre als Maler und Anstreicher. Als Leysing im Krankenhaus lag, erkannte sein behandelnder Arzt, Professor Schulz, dass Leysing ein Talent für die Malerei hatte. Deshalb riet er ihm, Kunstmaler zu werden.

Gleichzeitig erklärte er sich bereit, ihm das Studium zu finanzieren. 1903 nahm ihm die Kunstschule Düsseldorf als Schüler auf. Unterricht erhielt er unter anderem von Julius Paul Junghans und Peter Janssen. Spätere Studienreisen führten ihn nach Holland, Belgien und Frankreich. Dort wollte er seine Kenntnisse erweitern und vertiefen.

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Sein Stil war von der klassischen niederländischen Malerei beeinflusst. Zu seinen bevorzugten Motiven zählten alltägliche Ereignisse des Landlebens. 1918 führte in seine Reise schließlich nach Rees. Grund hierfür war eine Auftragsarbeit und eine Vermittlung durch den Reeser Rechtsanwalt van Bebber.

In Rees lebte er zunächst im Inselgasthof der Familie Nass. Wechselte später in das Haus Huiskes in der Oberstadt. Dort betätigte er sich als freischaffender Künstler. In den darauffolgenden Jahren zählte auch das Haus Bettray zu seinen Wirkungsstätten. 1932 kehrte Leysing Rees den Rücken zu und zog, geplagt von Depressionen, zurück nach Düsseldorf. Dort blieb er bis zu seinem Tod 1933.

(RP)