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Rees: Der "neue" Marktplatz: "Hervorragende Arbeit"

Rees : Der "neue" Marktplatz: "Hervorragende Arbeit"

Bürgermeister Christoph Gerwers hat den umgestalteten Platz präsentiert – mitsamt seiner gut versteckten Tannenbaumhalterung.

Bürgermeister Christoph Gerwers hat den umgestalteten Platz präsentiert — mitsamt seiner gut versteckten Tannenbaumhalterung.

Es gibt sie doch, die Hülse zum Aufstellen eines Tannenbaumes. "Wir haben sie nicht vergessen, die Bodenhülse wurde unter einem Kanaldeckel angebracht", sagte Bürgermeister Christoph Gerwers, als er am Montag den neu gestalteten Marktplatz der Öffentlichkeit präsentierte.

Es sei ein rundum gelungenes Projekt, und einige Bürger haben ihm bereits zu dem wunderschönen Platz in der Innenstadt gratuliert, so Gerwers. "Die Firma Völkers aus Kalkar hat hervorragende Arbeit geleistet. Dass, was wir erreichen wollten, unter anderem die Barrierefreiheit, wurde umgesetzt." Die Abnahme erfolge am 6. Dezember, und am Samstag könne dann der Wochenmarkt zum ersten Mal auf dem umgestalteten Platz stattfinden.

Das Niag-Gelände sei eine gute Alternative gewesen, doch Kunden und Marktbeschicker seien sich einig, dass der Wochenmarkt in die Stadtmitte gehöre. Positiv sieht die Maßnahme auch im finanziellen Bereich aus: Statt der veranschlagten 170 000 Euro kostete sie nur 160 000, davon werden 60 Prozent vom Land aus der Städtebauförderung übernommen. Aufgrund der "kleinen Lösung" müssen die Anlieger auch keine Beiträge zahlen. Anfang 2011 wurde in drei "Werkstattrunden" nach einem Konzept gesucht. "Die Politik hat diese Lösung übernommen", sagte Gerwers.

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Nach der Kirmes begannen die Bauarbeiten. "Mit 300 Tonnen Kalksteinschotter, das sind rund 20 Lkw-Ladungen, wurde der Platz aufgefüllt", erzählte Tiefbauingenieur Alfons Schepers vom Sachgebiet Straßenbau, der die Maßnahme betreute. Das alte Pflaster wurde wiederverwendet. Am Freitag wurde eine E-Bike-Ladestation installiert, Fahrradständer kommen noch. Der Markt ist jetzt autofrei, Fahrzeuge parken nur noch zur Straße hin. "Daraus ergibt sich eine gewisse verkehrsberuhigende Wirkung", so der Bürgermeister.

Anwohner haben zwar darum gebeten, dass Taxen auf den Platz vorfahren dürfen, aber Ausnahmen werden nur für Rettungsfahrzeuge gemacht. Die Fahrer verfügen über Schlüssel, um die Poller zu entfernen. Über die Aufenthaltsqualität lasse sich erst etwas sagen, wenn im Frühjahr die Gastronomie ihre Bestuhlung herausstellt. Die Marktstände sollen dann in den Lücken zwischen den Cafés und Restaurants aufgebaut werden.

Der Bürgermeister hat schon Ideen zur weiteren Nutzung — vielleicht für ein Platzkonzert oder wieder einen Weihnachtsmarkt? Dass diesmal kein Weihnachtsbaum den Markt schmücke, liege daran, dass die RWG den "Adventszuschuss" in Höhe von 300 Euro, den die Stadt an alle Ortsteile zur freien Verfügung übergebe, in die neue, mitwachsende Beleuchtung stecke, informierte Gerwers.

(moha)