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Emmerich: Deichgräf soll ein Jahr später gewählt werden

Emmerich : Deichgräf soll ein Jahr später gewählt werden

Recht turbulent könnte es heute bei der Sitzung des Erbentages in Bislich werden. Das Entscheidungs-Gremium des Deichverbandes beschäftigt sich nämlich mit einer Reihe von wichtigen Themen.

Unter anderem geht es am Dienstag ab 14 Uhr in der Gaststätte Pooth um die Vorbereitung der Wahl des Erbentages. Wie berichtet, soll das Verfahren nicht verändert werden. Damit würde dann wieder in verschiedenen Teilbereichen gewählt. "So haben wir die Möglichkeit, die Mitglieder auch vor Ort zu informieren", ist das Argument des Deichverbandes für dieses Verfahren.

Außerdem steht eine Satzungsänderung an. Damit Erbentagswahl und Wahl des Deichstuhls entkoppelt werden, soll die Amtszeit des Gremiums einmalig um ein Jahr verlängert werden. Damit würde dann auch der Deichgräf ein Jahr länger im Amt bleiben.

Das soll nur ein einmaliger Vorgang sein, um zu erreichen, dass nicht beide Gremien gleichzeitig neu bestimmt werden. Vorteil sei, dass ein neu gewählter Erbentag sich auf einen Deichstuhl im Amt stützen könnte.

Mancher kritisiert die Pläne allerdings heftig. Erbentags-Mitglied Hermann Gebbing hat bereits angekündigt, heute in der Sitzung dagegen zu protestieren. "Diese Entkoppelung der Wahl ist völlig ungeeignet. Für mich ist der Deichstuhl wie eine Art Ausschuss im Deichverband." Die Wahlen zu entkoppeln wäre für ihn, als wenn der Rat einer Stadt gewählt würde und die Ausschüsse erst ein Jahr später besetzt werden. Für Gebbing steht fest: "Ich stimme gegen die Änderung."

(RP)