1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Rees: Daten zeigen Zunahme des Verkehrs in Haffen

Rees : Daten zeigen Zunahme des Verkehrs in Haffen

Eine Woche lang hat die Polizei ein Auge auf den Verkehr in Haffen gehabt. Vom 18. bis 25. April zeichneten zwei Kontrollstationen rund um die Uhr die Bewegungen auf der Deichstraße in der Nähe der Feuerwehr auf.

Jetzt liegen die Ergebnisse vor, die deutlich zeigen, dass der Verkehr im Ort durch die Sperrung der B 8 zugenommen hat. Die Polizei zählte nämlich 16 500 Fahrzeuge, die Richtung Rees fuhren und 11 340, die Richtung Bislich unterwegs waren. "Diese Differenz macht deutlich, dass Autofahrer derzeit Haffen als Ausweichstrecke für die gesperrte B 8 benutzen", so Polizeisprecher Manfred Jakobi. Normalerweise sei die Zahl der Autos nämlich in beide Richtungen fast identisch.

Der Großteil der Fahrzeuge war PKW, was wenig überraschend ist. 15 Prozent waren Transporter, und deren Fahrer hatten es offenbar besonders eilig. Denn 43 Prozent waren Richtung Rees bis zu 10 Stundenkilometer zu schnell, 8,4 Prozent von ihnen drückte sogar noch mehr auf das Gaspedal.

Interessant bei den Verkehrs-Daten ist, dass insgesamt die Zahl der Temposünder in Richtung Bislich höher war. Nur 37 Prozent der Fahrzeuge in diese Richtung hielten sich an Tempo 50. Nach Rees war es immerhin die Hälfte der Fahrzeuge. Das führt die Polizei unter anderem darauf zurück, dass eben auch mehr Verkehr in diese Richtung unterwegs war. Weil die Autos in Kolonnen fuhren, war das Tempo offenbar nicht so groß.

  • Rees : Mehr Lkw, aber Kreis hebt Radweg in Haffen auf
  • Rees : Polizei zählt Verkehr in Haffen
  • Rees : Zebrastreifen für Haffen?

Aber auch frühere Kontrollen haben gezeigt, dass die Autos von Rees in Richtung Feuerwehr schneller fahren. Das liegt offenbar an der langen Geraden, auf der die Autofahrer erst spät vor der scharfen Kurve bremsen.

"Die Daten sind für uns Anlass, die Tempo-Überwachung in Haffen weiter fortzusetzen", sagt Jakobi. Mancher hält das offenbar für überflüssig. Erst vor kurzem beschwerte sich ein Temposünder, weil er gestoppt wurde. Er habe doch kaum mehr als 60 Kilometer auf dem Tacho gehabt, das sei doch eine Lappalie.

(RP/rl)