Rees: Das Reeser Stadtbad wird abgerissen

Rees : Das Reeser Stadtbad wird abgerissen

In zwei Wochen soll der Abriss des Reeser Stadtbades beginnen. Unklar ist noch, ob auch ein neues Freibad gebaut wird. Schwimmen ist dort derzeit nicht möglich.

Auch wenn es im April noch zu früh gewesen wäre für einen Sprung ins Reeser Freibad - weil die Badesaison auch in der Vergangenheit immer später gestartet war: Bei den hochsommerlichen Temperaturen Ende vergangener Woche haben bestimmt viele sich daran erinnert und bedauert, dass in diesem Jahr das Freibad geschlossen bleibt. Ob es einen Neubau geben wird, darüber kann im Moment nur spekuliert werden.

Fakt ist derzeit: Das alte Stadtbad, das sich gleich neben dem Freibad befindet und eigentlich schon abgerissen sein sollte, steht immer noch. "Es lag schon eine Abriss-Genehmigung für die Hausmeister-Wohnung und den Umkleidetrakt vor. Aber es soll jetzt alles gleichzeitig passieren, auch der Abriss der Schwimmhalle und des Technikhauses", sagt Stadtpresse-Sprecher Jörn Franken. Mit der Genehmigung durch den Kreis Kleve sei in zwei Woche zu rechnen.

Wie berichtet, sollen dort auf dem Gelände provisorische Parkplätze entstehen - und der Bauschutt der alten Gebäude dann zerkleinert und für den Straßenbau und neue Parkplätze am Westring verwendet werden. Im Rathaus wartet man derweil gespannt auf Nachricht vom Finanzamt. Denn dort wird geprüft, ob ein steuerlicher Querverbund, wie es ihn für die Stadtwerke und das neue Hallenbad gibt, um ein neues Freibad ergänzt werden kann. Davon könnte abhängen, ob man sich für einen Neubau entscheidet. Mit dem Votum der Steuerbehörde wird bis zum Sommer gerechnet.

Sollte von dort grünes Licht kommen, wollen die Oppositionsparteien im Rat, sprich SPD, FDP und Grüne, das neue Bad. Nicht aber sofort die CDU. Die würde den Freibad-Neubau nicht ablehnen, aber auch nicht zustimmen - nicht zuletzt wegen einer aus ihrer Sicht dann unumgänglichen Erhöhung der Grundsteuer B um 60 bis 70 Punkte, so die CDU, um das Bad finanzieren zu können.

Deshalb sollen die Reeser in einer Bürgerbefragung entscheiden, ob sie dafür oder dagegen sind. Was die übrigen Parteien ablehnen. Die Kosten für den Bürgerentscheid würden sich, heißt es, auf gut 120.000 Euro belaufen.

Die Machbarkeitsstudie für das neue Freibad liegt bekanntlich schon vor. Die favorisierte Edelstahl-Variante mit drei Becken würde inklusive neuer Gebäude zirka 3,7 Millionen Euro kosten. Bei der Vorstellung hatte der beauftragte Wirtschaftsprüfer allerdings die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Stadt Rees kritisch bewertet.

(rey)