Das Fazit des Haldern Pop Festivals

Das RP-Fazit : So war das Haldern-Pop-Festival

Das Festival ist vorbei. Unsere Autoren ziehen ihr ganz persönliches Fazit und blicken schon mal in die Zukunft.

So sieht es Sebastian Peters

Highlight:
Der Auftritt der Idles am Freitagabend war chaotisch und doch mitreißend

Überraschung: Die Giant Rooks haben famos gezündet.

Enttäuschung: Fontaines DC, auf Platte eine begnadete Band, spielte ein schlappes Set im Spiegelzelt.

Wunsch für 2020: Der großartige Damien Jurado hätte mal die große Bühne bei Nacht verdient.


So sieht es Julia Latzel

Highlight:
War für mich der Auftritt der Band Giant Rooks. Im März habe ich die sympathischen Jungs noch in Münster beim AnnenMayKantereit-Konzert gehört, jetzt kamen sie noch einmal ins Lindendorf zurück und zeigten, warum sie auf die Hauptbühne gehören. Frontmann Frederik Rabe bezog das Publikum mit ein, die gesamte Menge kniete vor dem Sänger aus Hamm.

Überraschung: Erstaunt war ich über die neue Moderatorin auf der Hauptbühne. Nele Needs a Holiday kündigte im körperbetonten Body charmant die Acts an und zeigte auf der Bühne im Niederrheinzelt, was in ihr steckt. In ironischen Songs erzählte sie von ihrer aussichtslosen Partnersuche und machte dabei immer wieder deutlich, dass sie sich selbst nicht allzu ernst nimmt.

Enttäuschung: Ich fand es sehr schade, dass der große Headliner am Donnerstag, Dermot Kennedy, seinen Auftritt absagen musste. Generell habe ich den Eindruck, dass in diesem Jahr viele Bands spontan abgesprungen sind und schnell Ersatz gefunden werden musste. So kann ich die Verärgerung einiger Fans gut verstehen, die sich beschweren, dass sie erst hinterher über den Ersatz informiert wurden und somit gar keine Chance hatten, den Ersatz zu sehen.

Wunsch für 2020: Ich finde immer noch, dass James Bay perfekt nach Haldern passen würde. In diesem Jahr war er am Festivalwochenende in Bonn und hat dort ein Konzert gegeben, vielleicht passt es im nächsten Jahr ja auch räumlich so gut.


So sieht es Sebastian Latzel

Highlight: Kadavar und die unglaubliche Energie, mit der das Trio seinen Set runterknüppelte. Für dieses Spektakel fehlten eigentlich nur Schlamm und Regen.

Überraschung: Dass jede Menge Regenfälle angekündigt waren, es aber am Ende bei kleinen Schauern blieb. Der Klimawandel hat offenbar auch Haldern erreicht.

Enttäuschung: Die vielen Absagen, vor allem dass Tony Carey nicht kam und der Informationsfluss hier zu wünschen übrig ließ.

Wunsch für 2020: Wäre schön, ein paar alte Recken wiederzusehen, die schon mal in Haldern waren. Fischer Z zum Beispiel. John Watts würde auch solo im Jugendheim eine gute Figur abgeben.

(sep/jule/zel)
Mehr von RP ONLINE