Rees: Das alte Holz-Silo wird bald transparent

Rees : Das alte Holz-Silo wird bald transparent

Der 1990 aufgestellte Lagerbehälter für Streusalz auf dem Gelände des Bauhofs ist morsch und muss abgerissen werden. Das neue Silo soll im Sommer kommen, besteht aus Glasfaser und wird durchsichtig sein.

Gesperrt ist der Aufstieg zum knapp 14 Meter hohen Salz-Silo auf dem Bauhof-Gelände schon seit einigen Monaten - aus Sicherheitsgründen. "Wir haben den 26 Jahre alten Holzturm erstmalig auf seine Standsicherheit hin von einer Fachfirma überprüfen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass tragende Holzteile ,innenliegende Morschungen' haben, sprich morsch sind", erklärt der Leiter der Bauhofes, Andreas Böing. Ein neues Silo ist bereits bestellt - transparent, aus Glasfaser.

Die notwendige, gut 32.000 Euro teure Investition hat der Werksausschuss vor wenigen Tagen durchgewunken. Das Silo soll 16 Meter hoch werden und einen Durchmesser von 3,50 Meter haben. Im August soll das Kunststoff-Silo von einer niederländischen Firma angeliefert werden.

Bis 1990 das Holzsilo angeschafft wurde, hatte der Bauhof sein Salz in einer offenen Halle gelagert, auf dem Boden. Dann kam ein Hochwasser, das Gelände wurde überflutet "und das Salz nass", erinnert sich Böing.

Deshalb wurde das Holz-Silo, das über zwei Kammern verfügt, angeschafft, in dem normalerweise 80 Kubikmeter Salz gelagert werden. Böing: "In einem strengen Winter reicht der Vorrat an Salz für ungefähr einen Monat."

Jetzt ist das Silo leer. "Wir durften zwar die damals noch vorhandenen 50 Kubikmeter fürs Streuen verbrauchen, aber nicht mehr nachfüllen", sagt der Bauhof-Leiter. Der betont, dass auch tragende Eisenteile des Fundamentes angeschlagen sind. Deshalb werde noch überprüft, ob die Statik in Ordnung ist, bevor das neue Silo aufgestellt wird.

Das neue Glasfaser-Silo soll im Sommer kommen. Es ist durchsichtig und versehen mit drei Markierungen für eine Befüllung mit 25, 50 und 75 Kubikmetern. So kann man von außen problemlos sehen, wie viel Salz noch vorhanden ist und wann nachgeordert werden muss. "Nur das dann keiner mehr oben am Rand stehen kann. Eine Leiter wird es nicht mehr geben", erzählt Andreas Böing. Zudem, ergänzt er, könne man auch im Dunkeln sehen, ob der Vorrat noch reicht. Denn der Innenraum wird mit einem LED-Strahler ausgestattet, der oben angebracht wird. Der Bauantrag für das neue Silo ist jedenfalls schon gestellt und muss noch vom Kreis abgesegnet werden - ebenso die Genehmigung für den Abriss. Auch hier sei der Antrag bereits gestellt worden. Im April soll der alte Turm wohl fallen, bis Ende August der neue dann schließlich stehen.

Der wird übrigens an einem Stück angeliefert und soll dann mit Hilfe eines großen Krans innerhalb eines Tages komplett aufgestellt werden und einsatzbereit sein.

(rey)
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