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Corona-Zahlen in Rees steigen deutlich an

Infektionsfälle : „Die Zahlen gehen durch die Decke“

In Rees steigen die Infektionszahlen stark an. Bereits pensionierte ehemalige Mitarbeiterinnen der Stadt helfen dem Rathaus bei der Kontaktnachverfolgung aus.

In den letzten Wochen sind die Corona-Infektionszahlen in Rees deutlich in die Höhe geschossen. „Es gibt mittlerweile fast täglich neue Höchstwerte. Die Zahlen gehen durch die Decke. Das sind Rekorde, auf die ich gerne verzichten kann“, sagte Bürgermeister Christoph Gerwers am Randes des Ausschusses für Jugend und Sport am Dienstagabend.

In diesem Zusammenhang informierte der Bürgermeister die Politik auch noch einmal über die Absage des „Rääße Weihnachtspädje“, den Weihnachtsmarkt, der erstmals rund um die Stadtmauer und am Skulpturenpark am übernächsten Wochenende hätte stattfinden sollen. Bei der momentanen Entwicklung sei das einfach nicht zu machen gewesen, bedauerte Gerwers. „Derzeit kann ich allen nur raten, zuhause zu bleiben.“

Die Zahl der Menschen, die in Rees an Corona erkrankt sind, ist seit Beginn der Pandemie auf 843 (Stand Mittwoch) angewachsen, der für Rees berechnete Inzidenzwert liegt mittlerweile bei knapp 200. Allein binnen der letzten sieben Tage kamen 46 Neu-Infektionen hinzu. Eine weitere Person aus Rees ist in dieser Zeit an den Folgen der Infektion gestorben. Die Todeszahl erhöht sich damit auf 16.

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Die momentane Corona-Lage stelle auch die Stadtverwaltung vor Herausforderungen, gerade wenn es um Kontaktnachverfolgung und Quarantäneregelungen gehe. So habe die Stadtverwaltung jetzt drei ehemalige Mitarbeiterinnen, die bereits pensioniert sind, für die Unterstützung bei der Kontakt-Recherche gewinnen können, die durch die vielen neuen Fälle, ganz neue Ausmaße angenommen hätten. Damit sind bei der Stadtverwaltung insgesamt vier Mitarbeiterinnen mit dem Thema in Vollzeit befasst. Bei Bedarf helfen weitere Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus, neben dem üblichen „Tagesgeschäft“.

Nicht gerade einfacher werde die Arbeit der Stadtverwaltung durch die kurzfristige Bekanntgabe der neuen Regelungen. Noch während der Ausschusssitzung am Dienstag war im Reeser Rathaus die neue Corona-Schutzverordnung eingegangen, die bereits am Tag darauf inkraft treten sollte. „Ich bin schon froh, dass die nicht mitten in der Nacht kam“, kommentierte Gerwers sarkastisch und zeigte Unverständnis dafür, dass Impf- und Testzentren für einen Monat geschlossen worden seien, nur um sie jetzt wieder neu zu eröffnen.

Ob sich die Zahl der Testzentren in Rees bei dem gestiegenen Bedarf nun erhöhen werde, wollte Helmut Wesser von den Grünen wissen. Gerwers geht davon aus.

Wie berichtet, bietet der Kreis Kleve zudem Sonderimpfungen an. Die Termine in Rees: 4. Dezember, 9 bis 15 Uhr, Bürgerhaus; 18. Dezember, 9 bis 15 Uhr, PZ im Schulzentrum am Westring (Buchung über www.impftermine-kreis-kleve.de).